Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit… #8 Eriks Friseure

„Auf dem Stuhl mit…“ – Die Interview-Reihe auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Dieses Mal sind wir bei Erik Pflaum in Dietfurt.

Du bist ja erst seit kurzem Kunde bei studiolution. Wie hast Du von studiolution erfahren und was hat Dich überzeugt?

Ihr habt mir diesen tollen Liebesbrief im Pizzakarton geschickt. Den habe ich aber erstmal weggestellt. Witzigerweise wurdet ihr mir gleichzeitig von Freunden empfohlen und da habe ich den dann wieder rausgekramt. Da ich eh auf der Suche nach einem neuen Kassensystem war, habe ich dann einen Test-Account bei euch gemacht. Ich finde es super was ihr macht – es ist super einfach und gut gestrickt. Vor allem euer Telefonservice ist gigantisch!

Oh vielen Dank! Jetzt aber mal von vorne. Wie bist Du überhaupt Friseur geworden?

Nach meinem Abitur habe ich erstmal eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann gemacht. Ich war mit meinem damaligen Beruf aber nicht glücklich und hatte dann ein einschneidendes Erlebnis beim Friseur – statt ein bisschen Spitzenschneiden hat die Friseurin mir damals meine komplette Emo-Frisur abgeschnitten. Ich habe daraufhin meine Ausbildung begonnen und hab nach 1,5 Jahren dann noch meinen Meister gemacht. Zu der Zeit hatte ich schon in der Nähe von Dietfurt gewohnt. In dem Salon, in dem ich damals angestellt war, war ich nicht glücklich und so kams, dass ich mithilfe von einer Kundin selbstständig geworden bin und 2013 meinen Laden geöffnet habe.

Wahnsinn – Du warst also sehr schnell mit der Ausbildung fertig und bist selbstständig geworden. Würdest Du das anderen Kollegen auch raten, so früh ein eigenes Geschäft zu eröffnen?

Nein, das würde ich nicht. Nicht, weil sie nicht fähig sind, sondern es gehört viel kaufmännisches Geschick dazu, das ich durch meine Ausbildung schon hatte. Man braucht auch Erfahrung, ein gutes Preisgefüge und vor allem Durchhaltevermögen. Gerade wenn man jung ist, kann der Schuss sehr schnell nach hinten losgehen.

Du hast den Bayrischen Staatspreis gewonnen. Erzähl mal, was hat es damit auf sich?

Den Bayrischen Staatspreis bekommen die Leute, die ihre Ausbildung als Innungsbeste abgeschlossen haben in Kombination mit dem Abschluss der Berufsschule mit 1,0. Das ist eine kleine gelbe Urkunde und ein Zeugnis.

Wow! Was sind Deine nächsten Ziele?

Letztes Jahr habe ich bei Schwarzkopf an einem internationalen Blondwettbewerb teilgenommen und diesen auch gewonnen. Blond ist meine Leidenschaft. Da möchte ich gerne noch mehr machen. Gerade was neue Trends angeht. Da muss man immer drei Jahre voraus sein. Und jetzt hat mich die DFA angefragt. Das wird mein neues Projekt.

Was ist denn die DFA?

DFA steht für die Deutsche Friseurakademie – dort ist alles vertreten – von Azubis über Gesellen zum Diplom Colouristen. Man kann verschiedene Seminare zum Thema Handwerk, aber auch zu kaufmännischen Themen, belegen.  Ich mache dort aktuell den offiziellen Trainerschein und dann unterrichte ich andere Friseure.

Dein Salon ist ja sehr modern und trendorientiert. Hattest du Deine Salon-Philosophie von Anfang an oder ist die erst im Laufe der Zeit entstanden?

Die Philosophie war schon von Anfang an durch die Kunden vorgegeben. Mittlerweile haben wir unsere eigene Philosophie entwickelt. Mir ist es wichtig, dass wir den Trends immer voraus sind und dass wir aus jedem Kunden was Besonderes machen – am Ende siegt immer Qualität.

Wie wählst Du Deine Mitarbeiter aus?

Wir kriegen teilweise eine Menge Bewerbungen rein, weil viele hier arbeiten wollen, weil sie mich und meinen Erfolg kennen. Aktuell ist es jedoch schwierig, weil Personal im Friseurhandwerk sehr rar gesät ist. Ich lege viel Wert auf Leidenschaft – ich suche Menschen die für diesen Beruf brennen.

Wo siehst Du die Zukunft für das Friseurhandwerk?

Der Friseur wird niemals verschwinden. Vielleicht wird Haare waschen durch Roboter ersetzt. Die Branche wird kleiner, die großen Ketten werden aussterben und es wird teurer. Was auf dem Kopf passiert, das ist abhängig von dem, was der Friseur in Zukunft verkauft.

Was macht deiner Meinung nach einen zukunftsfähigen  Friseursalon aus?

Zum einem muss die Dienstleistung stimmen, aber zum anderem ist auch ein hervorragender Service mega wichtig. Wenn das Wohlfühlgefühl nicht da ist, dann kann die Dienstleistung noch so Bombe sein. Ein Friseur sollte auch breit gefächert sein und die Wartezeiten so gering wie möglich sein.

Was heißt hervorragender Service für Dich?

Ich nutze zum Beispiel Euer SMS-Marketing-Tool. Wir haben einige Kunden, die ihren Termin vergessen oder zu spät kommen. Und mit der Terminerinnerung ist es für die Kunden viel einfacher, sie vergessen ihre Termine seltener und sind total begeistert, dass sie nochmal erinnert werden. Weil – wo hängen die Leute heutzutage alle fünf Minuten? Am Handy! Und wenn die jetzt eine SMS reinbekommen und ich die nochmal toll erinnern kann und es nochmal personalisieren kann, weil ich meine eigene Nachricht dazu schreibe, ist es natürlich das Beste was du an Service überhaupt anbieten kannst.

Einige Kunden haben mich auch gefragt: Erik, wie machst du das? Schreibst du jeden Tag eine SMS an all deine Kunden? [lacht] Klar, ich setzte mich jeden Abend zwei Stunden hin und tippe die SMS ab! Da erkläre ich denen dann, nein, ich habe ein tolles Kassensystem und das macht das ganz automatisch für mich und ist für meine Kunden komplett kostenfrei! Und eine tolle Geburtstags-SMS gibt’s dann auch noch. Die haben wir früher tatsächlich alle selbst geschrieben und verschickt [lacht]. Was für ein Aufwand!

Hast Du schon ein Lieblingstool in studiolution?

Zum einen die Statistiken und die Zeiterfassung. Und was ich auch geil find, ist die Möglichkeit auf das System von überall zuzugreifen. Wenn ich unterwegs bin kann ich morgens reinschauen, was meine Mädels so machen. Ich habe das System immer mobil bei mir und wenn mich jemand abends fragt, ob ich noch einen Termin frei hab, kann ich schnell reinschauen. Das ist einfach guter Service.

Außerdem wollen wir bald die Online Terminbuchung anbieten. Ich schätze, dass 45% der Termine online gebucht werden und dadurch hat man natürlich auch mehr Zeit für seine Kunden. Das System räumt sich selbst auf und ich bin der Meinung, dass man umstellen sollte, es ist die Zukunft.

Letzte Frage! Wenn Deine Persönlichkeit eine Frisur wäre, wie würde sie aussehen?

Mhmm… schwierig. Auf jeden Fall lang. Lang und platinblond! In langen Haaren ist viel Bewegung drin und die sind sehr flexibel. So wie ich!

Vielen Dank Erik für das Interview und dass Du uns in Deinem Salon empfangen hast. Wer mehr über Erik erfahren möchte, kann ihn auf seiner Facebook-Seite besuchen.

Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit… #7 Bavarian Beauty

Auf dem Stuhl Interview von der Kassensoftware für Friseure mit Josef Wieser.

„Auf dem Stuhl mit…“ – Die Interview-Reihe auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Dieses Mal sind wir bei Josef Wieser in Mammendorf.

Friseur Harald Wieser und Seine Tochter

Josef Wieser mit seiner Tochter Johanna

Sag mal, wie kam es dazu, dass du Friseur geworden bist?

Das ist eine schwierige Frage… Ich bin Friseur geworden, entgegen der Widerstände der Familie und auch, weil meine Mutter selbst nie Friseur werden durfte. Nachdem ich dann das Pfarrerwerden abgelegt hab, hab ich mich entschieden Friseur zu werden. [lacht]

Du wolltest also zuerst Pfarrer werden?

Das war eher eine taktische Entscheidung. Beim Religionslehrer kam das ganz gut an, das hat sich natürlich schon auf die Noten ausgewirkt. [lacht]

Dieses Mal sind wir nicht auf dem Stuhl bei dir, da du ja schon eine ganze Weile nicht mehr am Kunden arbeitest. Gibt es etwas, das du vermisst?

Am meisten vermisse ich den persönlichen Kontakt zu den Kunden.

Der Salon von Josef Wieser

Warum bist du denn kein aktiver Friseur mehr?

Ich glaube ich war kein schlechter Friseur, aber meine große Leidenschaft war immer das Kaufmännische. Ich hatte sogar mal die Chance in den USA als Friseur zu arbeiten – aber dann ergab sich hier in Mammendorf das erste Geschäft. So ist ein Betrieb zum anderen gewachsen.

Du hast ja mittlerweile mehrere Salons. Was ist deine Philosophie und was ist dir bei deinen Mitarbeitern wichtig?

Interview mit unseren Kunden - Der Salon von Josef Wieser

Die gemeinsame Philosophie ist die Führung der Mitarbeiter, dass wir uns als Team wahrnehmen und dass es gewisse Qualitätsstandards in jedem Salon gibt. Wichtig ist mir die Förderung der Mitarbeiter nach ihrer Eignung. Manchmal muss man auch selektieren. Wir versuchen einfach Konflikte zu vermeiden. Ich meine, wenn jemand einfach nicht passt, dann muss man sich halt auch mal von einem Menschen trennen, um den Stall sauber zu halten [zwinkert]. Grundsätzlich ist mir bei allen Salons wichtig, dass gewisse Standards gelten, aber jeder Salonleiter darf individuell noch sein eigenes Ding machen. Außerdem gibt‘s da auch ein gutes Zitat von Robert Bosch, nach dem ich arbeite:

Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.

Ich lege viel Wert auf Transparenz. Unsere Mitarbeiter wissen zum Beispiel, wie viel Umsatz wir machen und haben jederzeit Zugang zu sämtlichen Statistiken.

Außerdem ist uns auch einfach der menschliche Umgang den wir miteinander pflegen, sehr wichtig. Wir machen zum Beispiel regelmäßig kleine Teamevents. Wir grillen mal gemeinsam oder freitagabends wird gerne die Woche gemeinsam mit einem Glas Sekt ausgeklungen.

Du bist ja lange in der Friseur Innung tätig gewesen. Erzähl mir davon!

Das, worauf ich am meisten stolz bin aus der Zeit ist, dass Bayern nun den einzigen Tarifvertrag hat, in dem verankert ist, dass Mitarbeiter Anspruch haben zu erfahren, welche Umsatzzahlen sie bringen müssen, um in die nächsthöhere Lohngruppe zu kommen. Das war die einzige Formulierung, die gesetzeskonform war, um den Mitarbeitern praktisch die Möglichkeit zu geben, selber einen höheren Lohn zu fordern. In Bayern muss deshalb jeder Saloninhaber einmal im Jahr seinem Mitarbeiter mitteilen, was sein „Soll“ ist, um in die nächsthöhere Lohngruppe zu kommen.

Der Salon von Josef Wieser

Was denkst du, wie wird sich die Friseurbranche in den nächsten Jahren verändern?

Die nächsten 20-30 Jahre glaube ich, hat unsere Branche sehr große Chancen. Wir werden immer, genauso wie der Bäcker und der Metzger, ein Anlaufpunkt sein, wo man vielleicht auch mal Zeit hat ein Gespräch zu führen oder persönliche Kontakte zu pflegen.

Wir haben gehört, dass Du aktuell noch ein weiteres großes Projekt hast. Was hat es mit der Academy Süd auf sich?

Josef Wieser - Die Baustelle der Friseur-AcademyAlso was ich immer wusste, ist, dass wir unsere Ausbildung stärken müssen. Deshalb haben wir die Academy ins Leben gerufen.

Dort können sich Friseure durch eine dreijährige Weiterbildung zum „Hair & Beauty Artist“ höherqualifizieren. Es haben sich dann Gespräche mit La Biosthetique ergeben, die an diesem Projekt nun entscheidend mitwirken. Was die Schulungsräume angeht, da ist aber aktuell noch eine große Baustelle, im wahrsten Sinne.

Das klingt ja super interessant. Mal ein anderes Thema – warum hast du dich für studiolution entschieden?

Ich hab euch damals auf der Messe in Nürnberg kennengelernt. Da hat mich vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Mir war eigentlich immer klar: Das, was die anderen da verlangen, ist Abzocke. Ich hab mehrere Systeme angeschaut. Und dann hab ich im Vergleich studiolution kennengelernt und da hat mich die Einfachheit und Umsetzbarkeit sowie die Klarheit und Aufmachung überzeugt. Oder auch die Marketingmaßnahmen. Den vollen Umfang haben wir zwar noch gar nicht genutzt, weil wir einfach sehr gut ausgebucht sind, aber das wäre jetzt ein Ziel für die Zukunft.

Was ist dein liebstes Tool in studiolution?

Der Business Analyzer! Der ist so schön unkompliziert, da kann ich mir einfach meine Zahlen so zusammenstellen, wie ich sie möchte und es ist kein starres System.

Friseur und Unternehmer Josef Wieser

Vielen Dank Josef für das Interview und dass Du uns in Deinem Salon und auf deiner Baustelle empfangen hast. Wer mehr über Josef und sein neuestes Projekt erfahren möchte, kann ihn auf seiner Facebook-Seite besuchen.

Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit… #6 Hairricane

"Auf dem Stuhl..." mit Sebastian Böhm

„Auf dem Stuhl mit…“ – Die Interview-Serie auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Der darf mit Lockenstab, Schere oder Rasiermesser zeigen was er kann und wir plaudern nebenbei über Haare und die Welt. Dieses Mal sind wir bei Sebastian Böhm in Magdeburg.

Das ist unser erstes Mal in Magdeburg, schön hier! Sebastian, sag mal, wie kam es denn dazu, dass Du Friseur geworden bist?

Willkommen im schönen Magdeburg. Viele erwarten bei mir einen vergoldeten Salon, in dem rosa Champagner serviert wird. [lacht] Wie ich Friseur geworden bin ist eine gute Frage. Ich habe sehr schnell festgestellt, dass ich Haar-affin bin und auch schnell gemerkt, dass ich kreativ sein will und kein Sesselpupser. Dann habe ich die Haare der Puppen meiner Schwester bearbeitet und somit war das schnell beschlossene Sache.

Du hast sogar Deine eigene Produktlinie und bist damit im Teleshopping. Erzähl mir davon!

Ich habe schon immer viel gearbeitet und nie das richtige Produkt gehabt und habe gesagt: Schluss, jetzt mache ich das einfach selber. Das war dann schnell sehr erfolgreich, denn ich habe insgesamt 1,6 Millionen Flaschen verkauft. Im Teleshopping bin ich jetzt seit 10 Jahren und somit auch regelmäßig mit meinen Produkten im TV.

Neben dem Friseur-Business hast du noch ein zweites Standbein, nämlich Deine Agentur, oder?

Auf dem Stuhl bei Sebastian Böhm[lacht] Du meinst die Drag-Agentur? Ich mache da tatsächlich nichts, außer Sesselpupserei. Das kam damals so: Ich hatte 10-jähriges Bühnenjubiläum und ich wollte etwas, das aus der Masse herausfällt und dafür habe ich Drags engagiert. Einen Tag später habe ich dann mit denen gesprochen, ob die Managements haben. Hatten Sie natürlich nicht. Die Drags haben mir Preise entgegengeworfen, dafür würde ich mich noch nicht einmal umziehen. Die sitzen drei Stunden in der Maske, machen stundenlang Schauspiel, Comedy und Singsang und gehen am Ende mit 50€ raus. Das ist übel und daher habe ich gesagt, Ihr braucht jemanden, der für Euch verhandelt und das managt. So ist die Drag Agency entstanden.

Du triffst täglich viele unterschiedliche Menschen. Gibt es ein Kundenerlebnis, das Du niemals vergessen wirst?

Oh ja. Ich hatte eine Kundin, die war Anfang 90. Die war ein Mix aus der Mutter von Rudolf Mooshammer und Margot Honecker. Diese Frau sah aus, wie aus einem Adelshaus. Ich wusste viel über sie und sie wusste viel über mich. Wir hatten fast keine Geheimnisse, außer eines: Sie hatte mir nie verraten, was sie früher beruflich gemacht hat. Naja, und dann kam der Tag der Tage und sie kam nicht zu ihrem Termin. Da wusste ich, dass etwas passiert sei.

Friseur Sebastian Böhm

Ein paar Tage später habe ich einen Brief vom Anwalt bekommen, in dem stand, dass die Dame verstorben sei und es gäbe eine Verlesung des Erbes, zu der ich eingeladen sei. Ich bin dann natürlich dort hingegangen. Die Dame hatte mir dann eine große messingfarbene Schachtel mit so Ornamenten drauf vererbt. Dabei war noch ein Brief, in dem stand, dass ich damit machen könnte, was ich möchte und mit dem Inhalt möchte Sie mir gleichzeitig erzählen, was ihr größtes Geheimnis war, also ihr Beruf. Ich habe die Schachtel dann aufgemacht und darin lag eine Haarschneideschere aus Anfang 1900 und ein verzierter Kamm.

Sie war also ebenfalls Friseurin! Was hast Du denn mit Schere und Kamm gemacht?

Sie wusste, dass ich sehr sozial eingestellt bin und viel für Kinder und Kinderhospize mache. Ich wusste, dass ich mit dem Inhalt nichts anfangen könnte. Klar hätte ich die Dinge behalten können, aber ich wollte ein bisschen Geld zusammen bekommen für jenes Kinderhospiz. Ich bin dann zum Antiquitätenhändler und habe Kamm und Schere schätzen lassen. Der Händler hat sich das dann angesehen hätte mir maximal 20€ gegeben.

Ich dachte mir dann, hm, ok, war wohl nichts. Dann wollte er aber die Schachtel genauer betrachten. Und dann war das eine Schachtel aus dem 17. Jahrhundert aus einer alten Herrscherdynastie und der Händler bot mir dafür 25.000€. Ich bin damit noch zu anderen Händlern, da ich das nicht glauben konnte, die mir jeweils noch etwas mehr geboten hätten. Ja, und das hat diese Frau mir vermacht, in dem Wissen, wofür ich es benutzen würde.

Wow, ich habe Gänsehaut! Neben solchen tollen Frauen, gibt es jemanden, den Du unbedingt mal auf Deinem Stuhl haben möchtest?

Du zielst mit Sicherheit auf einen Promi ab, oder? Im Endeffekt ist mir das völlig egal, wer vor mir auf dem Stuhl sitzt, egal ob prominent oder nicht. Klar, es gab da natürlich ein paar Promis, die ich auf dem Stuhl hatte, aber ich wäre ja dumm gewesen, wenn ich die nicht angenommen hätte. Aber wem ich tatsächlich gerne die Haare machen würde: der Sängerin Pink. Das würde ich ziemlich cool finden.

Wenn Deine Persönlichkeit eine Frisur wäre: Wie würde sie aussehen?

Dann würde ich aussehen, wie mit einem Blitzknaller bearbeitet. Ich wäre so ein Mix aus Turn und Taxis und Vivienne Westwood. [grinst]

Eine interessante Kombi. Soziale Medien, wie wichtig sind die dir denn?

Auf dem Stuhl bei Sebastian Böhm

Ich sehe die Sozialen Medien zwiegespalten. Die Menschen begeben sich damit in Abhängigkeiten, schau Dir die Leute auf Instagram an, die ihre Fotos tot retuschieren. Aber für Marketing und Digital Marketing sind das die wichtigsten Kanäle. Ohne geht nicht. Ich nutze sie selber 24 Stunden am Tag. Das ist das Gleiche wie mit Oliver Kahn als zweiten Torwart, der mit zur WM gefahren ist. Warum ist er als Zweiter mitgefahren? Weil es der Sache dient. Und so ist das mit mir und den sozialen Medien.

Inwiefern erleichtert dir studiolution denn deinen Arbeitsalltag?

Ah, das ist geil, dass Du das fragst! Ich sag dir jetzt, warum es mich zu hundert Prozent erleichtert. Ich habe vorher ganz viele Systeme ausprobiert. Ich möchte nicht mehr ohne studiolution sein. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, was alles erleichternd ist. Es ist total übersichtlich, es ist einfach zu verstehen, all das Technische habe ich mir innerhalb eines Tages angeeignet. Ich glaube, jede Friseurin und jeder Friseur, egal woher sie kommen, können studiolution verstehen. Es ist eine absolute Komfortzone für Kunden, Thema Online Buchungen und SMS- und E-Mail-Marketing. Ohne studiolution möchte ich einfach nicht mehr.

Sebastian Böhm an seinem Kassensystem und Terminkalender studiolution

Gibt es ein Tool, das dir besonders gut gefällt in studiolution?

Ich liebe morgens den Puls. Ich sehe einfach direkt was so ansteht, das gefällt mir.

Schließe für mich mal die Augen. Was siehst Du und was fühlst Du, wenn Du an studiolution denkst?

Friseur Sebastian Böhm schließt die Augen für studiolution

Ich sehe Kreativität, ich sehe Können und ein familiäres Team. Denn immer, wenn ich eine Frage habe, bekomme ich auf alles eine Antwort und habe das Gefühl ich telefoniere mit meiner Mama oder meinem Papa. [lacht] Was ich fühle ist absolute Erleichterung und Sicherheit.

Zu guter Letzt: Wie würdest Du studiolution denn auf QVC verkaufen? [grinst]

Das würde ich so machen: Wenn Du einen Personal Assistent brauchst, keine Angst vor der Digitalen Welt hast und wenn Du dir nicht zu fein dafür bist, dich auf etwas Neues einzulassen, dann ist studiolution dein Assistent für deinen Salon. Studiolution organisiert dich, der Kalender sieht sexy aus und die Online Buchung nimmt dir die Arbeit ab!

Vielen Dank Sebastian für das Interview und dass Du uns in Deinem Salon empfangen hast. Wer mehr über Sebastian erfahren möchte, kann ihn auf seiner Facebook-Seite besuchen.

Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit… #5 Salon Meier

Auf dem Stuhl Interview studiolution

„Auf dem Stuhl mit…“ – Die Interview-Serie auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Der darf mit Lockenstab, Schere oder Rasiermesser zeigen was er kann und wir plaudern nebenbei über Haare und die Welt. Dieses Mal sind wir bei Harald Meier vom Salon Meier.

Sag mal Harald, wie kam es denn dazu, dass Du Friseur geworden bist?

Das ist relativ einfach. Da hinten steht meine Mama. Die war früher meine Chefin, jetzt bin ich ihrer. [zwinkert]

Interview Friseur Harald Meier

Und was liebst Du an Deinem Beruf?

Es wird nie langweilig, da jeder Tag bei mir anders ist. Wenn man selbstständig ist, dann ist das nochmal eine andere Hausnummer, weil man ganz viele Bereiche im Unternehmen abdeckt. Es gibt Marketing, Buchführung… Man ist quasi Multitalent.

Du gehörst ja zur Friseur-Innung. Was hat es für Vorteile, Teil einer Innung zu sein?

Interview Friseur Harald Meier

Na, ne Vergünstigung bei studiolution! [lacht] Spaß beiseite. Die Innung ist wirklich eine tolle Gemeinschaft mit Menschen, die fachlich in der selben Liga spielen und mit denen man sich austauschen kann. Es ist für mich eine Mischung aus Arbeit und Freizeit. Die Innung besteht nicht nur aus Kollegen, sondern in erster Linie auch aus Freunden.

Die Innung ist zum Beispiel für die Prüfung der Lehrlinge zuständig. Würde sich in Ingolstadt zum Beispiel die Innung auflösen, müsste man überlegen, wo die Lehrlinge dann für die Prüfung hingehen. Von daher ist es für die Betriebe eine Erleichterung durch die Innungen der jeweiligen Regionen geprüft zu werden.

Du hast ja jeden Tag immer super viele Menschen auf dem Stuhl. Gibt’s ein witziges Kundenerlebnis, das Du niemals vergessen wirst?

[grinst] Ich werde absolut nie vergessen, dass hier einer vor mir saß, der an Fasching eine Lady kennengelernt hat, die er vernascht hat und mir dann erzählt hat, dass das der Wahnsinn war und währenddessen da vorne  [zeigt auf einen Schnittplatz ein paar Meter entfernt] ihr Ehemann gesessen war. Ich dachte mir die ganze Zeit: Halt die Klappe! Ich hab dann versucht das Thema zu wechseln, aber er wollte mir unbedingt erklären wie schön es war.

Wem würdest Du gerne mal die Haare machen?

Mir fällt jetzt nur jemand ein, dem ich gerne mal den Kopf waschen würde, da bräuchte ich nicht mal Wasser dazu! [lacht]

Interview Friseur Harald MeierWas macht denn deiner Meinung nach einen richtig guten Friseur aus?

Das ist ganz abhängig davon, auf welche Art und Weise er arbeitet. Es gibt Friseure, die wie wir, in einem Familienbetrieb arbeiten oder aber in einem top-stylischen Betrieb, der durchgestylt ist bis zum letzten Wickler – das, denke ich, macht ganz viel Unterschied und bestimmt, was du für Attribute brauchst. [überlegt]

Bei uns brauchst du Anpassungsfähigkeit an den jeweiligen Menschen, weil du so viele verschiedene hast. Da kommt jetzt eine 16-jährige und fünf Minuten später kommt der Pfarrer. [lacht] Wenn ich jetzt einen top-stylischen Betrieb habe, dann hab ich das nicht, wenn du sehr uniform bist, da kommt der Pfarrer dann eher nicht, sondern die spezielle, stylische Zielgruppe. Von dem her ist es wichtig, von Geschäft zu Geschäft, dass die Friseure in die Läden passen.

Welchen Stellenwert haben denn die Sozialen Medien in Deinem Unternehmen, bzw. inwiefern sind die wichtig für Dich?

Interview Friseur Harald Meier

Die sind immer wichtig. Genau wie alle anderen Bereiche im Marketing auch. Man kann nichts priorisieren oder vernachlässigen.

Inwiefern hilft Dir studiolution dabei Marketing zu betreiben?

studiolution hilft mir insofern, dass ich allein schon durch die Online-Buchung ein gewisses Standing habe was die Google Suche angeht. Ich werde dadurch zum einen besser gefunden und zum anderen wird dem Unternehmen schon eine gewisse Modernität unterstellt. Ich kann die studiolution-Buchungsseite absolut problemlos in andere Medien einbinden: auf Facebook, in meine Website, ich hab sie sogar in unserer App mit drin! Das ist für mich ein riesiger Vorteil.

Wie wurde die Online-Buchung von Deinen Kunden angenommen?

Wir sind ja ein Familienbetrieb und sehen auch unsere Kunden als Familienmitglieder. Da sind natürlich viele Generationen vertreten. Klar hast Du da immer jemanden, der den nächsten Termin schon ausmacht, wenn er da ist. Aber die, die einmal online buchen, die buchen immer online.

Wie lange bist Du denn schon Kunde bei studiolution?

Gefühlt ewig! [a.d.R.: seit über 3 Jahren!]

Warum hast Du dich damals für studiolution entschieden und nicht für ein anderes System?

Für mich war wichtig, dass es einfach zu händeln ist, dass ich einen schnellen Überblick über meine Zahlen bekomme und dass ich alles exportieren kann, was ich brauche. Mir war wichtig, dass ich an alle meine Daten rankomme.

Interview Friseur Harald MeierThema Online-Buchungen: Warum sollte man sie nutzen?

Die Menschen machen alles übers Internet. Warum sollen sie einen Friseur-Termin nicht über’s Internet buchen? [energisch] Wir sind im 21. Jahrhundert, das Thema ist durch! Alles ist digitalisiert. Die Frage stellt sich für mich nicht: Warum? Ein kleiner Vergleich: Warum fahr ich mit meinem Auto und nicht mit der Pferdekutsche? Naja, weil es einfacher, schneller und bequemer ist! Es sollte absolut normal sein, dass man seinen Termin online buchen kann. Vor was sollte man denn Angst haben?

Du sprichst uns aus der Seele! [grinst] Und wo siehst Du den Vorteil in einem digitalen Kassensystem?

Das Einzige was viele davon abhält ein digitales System zu nutzen, was aber gleichzeitig ein gutes Argument dafür ist: Es ist sehr transparent und nicht manipulierbar. Mir persönlich macht es einfach das Leben einfacher und ich würde nie mehr darauf verzichten wollen!

Vielen Dank für das coole Interview und den herzlichen Empfang in Deinem Salon, Harald! Mehr über Harald erfahrt ihr auf seiner Website oder auf Facebook!

Interview Friseur Harald Meier

 

 

Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit … pa.blo Friseure

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein Kassensystem„Auf dem Stuhl mit…“ – Die neue Serie auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Der darf mit Lockenstab, Schere oder Rasiermesser zeigen was er kann und wir plaudern nebenbei über Haare und die Welt. Dieses Mal sind wir bei Patrick Blomenhofer von pa.blo Friseure in Fürth.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemSehr schicker und cooler Salon! Wie kam es denn dazu, dass Du Friseur geworden bist?

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemIch bin quasi im Friseur-Salon groß geworden, da meine Eltern auch Friseure sind. Ich habe das Handwerk von der Wiege an mitbekommen. Eigentlich wollte ich mal Fußballprofi werden. [grinst]

Daher kam auch der Name vom Salon. Ich hab früher Fußball gespielt und hatte da auch echt Ambitionen, aber es hat immer ein bisschen was gefehlt um in einer höheren Liga zu spielen. Ich hab mir dann immer vorgestellt, wie ich wohl heißen würde wenn ich auf dem Fußballplatz stehe. Damals gab es noch keinen Schweinsteiger, so dass der Name Blomenhofer irgenwie cool geklungen hätte. [lacht] Ich hab dann so mit meinen Initialen gespielt und dadurch ist pa.blo entstanden.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemFußballer und Friseur – das muss sich ja nich ausschließen. Was ist an Deinem jetzigen Beruf denn am schönsten?

Das ist eine ganz schwierige Frage, da es so viele schöne Sachen gibt. Vorallem schön an der Selbstständigkeit, ist die Freiheit, die ich genieße. Ich lasse zum Beispiel meinen Mitarbeitern auch viel künstlerische Freiheit. Es gibt zwar schon einen pa.blo-Stempel, also einen bestimmten, gemeinschaftlichen Stil, aber jeder von uns hat seine eigene Handschrift und ich denke das macht es auch so spannend. Das macht es auch aus, deshalb ist man gut.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemDu bist ja nicht nur im Salon unterwegs, sondern auch auf der Fashion Week. Erzähl mir davon!

Ich hab vor circa sechs bis sieben Jahren aktiv bei Wettbewerben mitgemacht, sowohl national als auch international. Ich war in New York beim Finale vom Trend Vision Award. Danach habe ich mich für einen anderen Wettbewerb beworben. Das war in der Zeit, als die Sozialen Medien und besonders Facebook gerade aufkamen. Man sollte über seine Facebook-Seite über inspirierende Themen bloggen und Klicks und Likes damit sammeln. Daraufhin wurde ich nach Berlin zur Fashion Night eingeladen und ein Coach der Marke Sebastian hat ein Model für die Teilnehmer bereit gestellt und dieses sollten wir dann stylen.

Diesen Wettbewerb hab ich letztendlich gewonnen, was mir auch den Weg zu Fashion Week geebnet hat. Ich wurde ein Jahr ausgebildet und arbeite nun seit 6 Jahren als Trainer für Sebastian und ab und an kooperiert ein

Ist die Fashion Week tatsächlich auch so Glanz und Gloria wie man sich das vorstellt oder doch der pure Stress?

Ich würde mal behaupten das ist weder noch. In Berlin hast Du kaum Glanz und Gloria. Klar gibt’s Promis, B- und C-Promis und Stars und Sternchen die gesehen werden wollen. Es ist sehr, sehr strukturiert. Klar bricht mal kurz Stress aus. Im Vorfeld hat der Designer eine Absprache mit uns, es gibt dann einen abgesprochenen Look und dann wird dieser Look trainiert und später dann an den Models gestylt.

Gibt’s ne witzige Story von der Fashion Week?

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemIch sollte ein Model stylen, das vorher auf einer anderen Show gelaufen ist. Das Mädel hatte sehr verklebte Haare. Im Berliner Modesalon gibt’s allerdings keine Waschbecken wie bei uns im Salon. Daher musste ich ihr mit kaltem Wasser auf der Damentoilette die Haare waschen. Das Witzige war, das Mädel war ohne Schuhe ungefähr 1,85m groß und mit Schuhen dann knappe zwei Meter. Ich durfte ihr also mit kaltem Wasser die Haare waschen, halb über sie gebeugt und die Arme musste da durch. Das war wirklich witzig.

Not macht ja bekanntlich erfinderisch! Du hast viele Menschen täglich vor Dir auf dem Stuhl sitzen. Wer sollte da bestenfalls niemals sitzen?

Ich bekomme in letzter Zeit super viele Anfragen von Bloggern und Influenzern, die in den Sozialen Netzwerken eine Viertelmillion Follower oder mehr haben. Die fragen mich dann nach Kooperationen. Schön und gut, wenn mich diese Follower auch wirklich erreichen.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemDoch in der Regel sind die in der ganzen Welt verstreut.

Im Friseurhandwerk ist es ja nicht so, dass ich einen Online-Shop habe, sondern die Leute müssen zu mir kommen. Daher muss ich hier im Umkreis, regional Menschen ansprechen.

Da nützt es mir nichts, wenn ich eine Bloggerin hab, die Übersee ihre Follower hat. Es muss einfach auch einen regionalen Effekt haben.

Welche Dienstleistung machst Du denn am liebsten?

Also, auch wenn man es meinem Instagram-Profil nicht ansieht, schneide ich super, super gerne Kurzhaarschnitte bei Frauen. Ich liebe das einfach.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemAlso machst Du gerne große Veränderungen?

Ja, also große Veränderungen machen wir hier grundsätzlich jeden Tag, aber eher in farblicher Hinsicht. Wir sprechen aktuell überwiegend Kunden mit langen Haaren an. Das hat wiederum natürlich auch einen Grund. Die ganzen Mädels mit ihren super schönen Haaren fotografieren wir alle von hinten, da wir zum einen kein Make-Up anbieten und zum anderen viele Kunden sich einfach nicht zeigen möchten. Eine Kurzhaarfrisur lebt aber davon, wie sie das Gesicht umrahmt. Daher posten wir auch meistens Mädels mit langen Haaren. Diese wiederum fühlen sich dann natürlich von uns angesprochen.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemWer macht als Kunde mehr Spaß, mal Hand aufs Herz. Frauen oder Männer?

Puh, auch das ist extrem abhängig von der jeweiligen Kundschaft. Es gibt Menschen, die rauben Dir die Energie und es gibt Menschen die geben Dir Energie. Das hat dann weniger damit zu tun, ob das Männlein oder Weiblein ist. Im Endeffekt mache ich einfach gerne gute Arbeit – das natürlich sowohl im Männer-, als auch Frauenbereich.

Wenn Deine Persönlichkeit eine Frisur wäre, was wärst Du?

Also ich kann sehr autoritär sein. Dementsprechend würde ich schon ein schöner, kurzer Fasson sein, ein leicht militärisch angehauchter Kurzhaarschnitt. Genau so gern mag ich auch die Weichheit und Verspieltheit meiner Naturlocke, die ich hätte, wenn meine Haare länger wären.

Ich könnte Dich mitten in der Nacht aufwecken für…?

Ähm, ehrlich? [grinst und lacht]

Na, wenn Du schon so grinst… klar doch!

Bleiben wir jugendfrei. Du könntest mich mitten in der Nacht aufwecken mit einem gepackten Koffer und einem Flugticket auf die Malediven.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemWelcher berühmten Persönlichkeit würdest Du gerne mal die Haare machen?

Ich hab da überhaupt gar keine Wunschvorstellung, was den Kunden angeht. Ich möchte jede Kundin und jeden Kunden glücklich machen, egal ob berühmt oder nicht.

Apropos glücklich: Beziehungsstatus – Kunde! Wie lange sind studiolution und Du denn schon zusammen?

Seit Juni 2016.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemSchließ mal für mich die Augen. Was siehst Du und was fühlst Du, wenn Du an studiolution denkst?

Als erstes sehe ich Service. Ich sehe Erleichterung meines Tagesablaufs, da das Telefon definitiv seltener klingelt. Außerdem sehe ich Online-Marketing, mein Facebook-Profil zum Beispiel, worüber die Kunden auch Termine machen können. Wäre cool wenn man Instagram in Zukunft auch verknüpfen könnte. Die Online-Medien haben einen extrem hohen Stellenwert für mich, ich würde sagen der größte Teil meiner Neukunden kommen über Facebook, Instagram und Co.

Thema Online-Terminbuchungen und Digitales Terminbuch: Habt ihr lange flirten müssen bevor aus euch was geworden ist?

Ich hing immer noch an meinem normalen Terminbuch, weil es vermeintlich einfacher war. Mein Gedanke war immer, man sei nicht mehr so frei mit dem digitalen Terminbuch wie mit dem Normalen, Handschriftlichen. Aber das stimmt ja gar nicht! Im Endeffekt ist es jetzt wesentlich einfacher. Meine Kunden können Sich auch nachts um drei einen Termin sichern, gleich alle freien Zeiten sehen und ich kann im Puls in Echtzeit sehen, was in meinem Salon los ist, wer neu ist, welcher Kunde online und zu welcher Uhrzeit gebucht hat. Das hat für mich alles nur Vorteile!

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemVielen Dank für das interessante Interview! Wer mehr von Patrick erfahren will, besucht Ihn auf Instagram oder Facebook!

 

Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit… #3 Bennys Haircut

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein Kassensystem

„Auf dem Stuhl mit…“ – Die neue Serie auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Der darf mit Lockenstab, Schere oder Rasiermesser zeigen was er kann und wir plaudern nebenbei über Haare und die Welt. Dieses mal waren wir bei Benny Jahns von Benny’s Haircut. Zwei Mädels besuchen einen Barbershop? Ohje…

Benny, dass wir es hier reingeschafft haben ist eine Seltenheit, oder? Bewegen wir als Mädels uns hier auf gefährlichem Boden?

Nein, überhaupt nicht. Ich sage zwar, dass ich nur Herren schneide, aber die Mädels, die zu uns kommen wissen auch, dass sie hier kein Prosecco erwartet. Die meisten unserer Damen haben sowieso kurze Haare. [zwinkert]

Dann können wir ja durchatmen. [zwinkert zurück] Wie kam es denn dazu, dass Du Barbier geworden bist und nicht – Feuerwehrmann?

Es gab damals zwei Berufe, die für mich in Frage gekommen wären. Zum einen Schreiner und zum anderen Friseur. Ich habe dann bei beiden jeweils Praktika gemacht. Im Friseur-Laden hatte ich eine recht [überlegt] – attraktive Meisterin und da war die Entscheidung dann getroffen. [zwinkert wieder] Wobei Holz immer noch ein großes Thema für mich ist und ich mich damit in meiner Freizeit noch immer gerne beschäftige.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemDann hast Du ja beide Interessen umgesetzt, cool! Ich sehe, Du hast auf Deinem Arm einen Schriftzug tattowiert: „Booder aus Leidenschaft“, was hat es damit auf sich?

Booder ist der fränkische Begriff für den Friseur. Mein Opa hat früher immer gesagt: „Wann kommst’n zum boodern, Bo?“ [fränkelt und grinst]

Tattoos gehören ja auch zum Rockabilly-Style, den Du und Dein Salon verkörpern. Wie kam es denn dazu, dass Du dich für die 50er Jahre begeisterst?

Auch hier hatte ich wieder zwei Möglichkeiten zur Wahl: Ich hatte ein Angebot für eine Stelle als Berufsschullehrer oder für einen eigenen Laden. Ich habe mich dann für den Laden entschieden. Ich wollte mich verändern und irgendwas machen, wo ich sage: Das ist meins! Und das war dann tatsächlich auch der Laden hier.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemIch wollte in den Laden reingehen und sagen: Das ist mein Wohnzimmer! Da hängen Bilder von meiner Familie, von den Großeltern, von den Kindern, von meiner Frau und – vom Club! [A.d.R.: Benny meint den Fußballverein 1.FC Nürnberg]

Und die Rockabilly-Musik gefällt mir einfach auch. Ich war früher viel auf Festivals. Diesen Stil gibt es hier nicht, das macht keiner sonst und da dachte ich – Haare schneiden und Rockabilly-Musik: Zwei Dinge die mich begeistern, warum nicht zusammenpacken?

Dann ist es für dich hier so, als würdest Du nach Hause kommen?

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemDer Salon hier, das ist Wohlfühlen. Der ist mein Wohnzimmer. Ich bin sehr gerne auch mal abends länger hier. Und so sehen das auch meine Kunden. Die kommen, fühlen sich bei mir wohl und bleiben dann auch oft noch nach dem Haarschnitt hier. An der Bar gibt’s was zu trinken und die Kunden bleiben und quatschen über Beziehungen oder den Club. Manche Kunden kennen sich auch untereinander durch meinen Shop, die haben alle vier Wochen samstags Ihren Termin und das sind meistens auch die gleichen – und die treffen sich dann hier zum quatschen. Und obenauf gibt’s noch ’ne Frisur und ’nen getrimmten Bart. Auch meine Kunden kommen hier nach Hause. Das wollte ich immer so und ich bin froh, dass es auch so ist.

So soll das sein! Was sind die ersten Dinge, die Du tust wenn Du in den Salon kommst?

Ich mach den PC an, die Kaffeemaschine an und wasch mir die Hände, denn ich fahr jeden Morgen mit dem Fahrrad hier her.

Was hat es denn mit dem Projekt adidas-the-van auf sich?

Wir fahren mit einem Van zu Adidas nach Herzogenaurach und dort bekommen die Mitarbeiter von Adidas dann die Haare geschnitten. Ich kannte noch jemanden von früher und mit dem hab ich mich dann kurzgeschlossen, wie das Ganze aussehen könnte. Wir waren uns dann auch schnell einig, das Projekt so aufzuziehen. Das ist quasi ein mobiler Friseur-Van. Durch adidas-the-van bin ich auch zu euch gekommen! [grinst] Wir hatten eigentlich eine andere Firma im Auge, aber während der Recherche sind wir dann auf euch gestoßen.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein Kassensystem

Du triffst täglich viele unterschiedliche Menschen. Gibt es ein witziges Kundenerlebnis, das du nie vergessen wirst?

Ich hab einen sehr speziellen Humor. Ich bin ja großer Club-Fan und es kam mal ein Kunde mit einem Bayern-Trikot rein… [grinst und schüttelt den Kopf]

Ohjeeeeee. Hat er es überlebt?

Ich bin ja tolerant. [zwinkert]

Was ist denn am Frisieren der 50er Jahre anders, als bei normalen Frisuren?

Man muss vermutlich noch sauberer arbeiten. Das Haar ist bei Rockabilly-Frisuren ja sehr kurz. Der Anlauf, also der Übergang am Oberkopf von ganz kurz zu länger muss sehr genau und fließend sein. Das ist auch das, was mir so Spaß daran macht. Wenn ich sage, ich schneide einen 1mm-Nacken, dann wird das bei mir auch so. Diese Detailarbeit ist toll.

Wenn man sich in den Städten umschaut, dann fällt auf, dass gerade Barber-Shops aus dem Boden sprießen, oder?

Ja, grundsätzlich ist da schon ein Wandel zu beobachten. Den Barber-Trend so bekannt gemacht hat ein holländischer Friseur, der Schorem-Barbershop in Rotterdam. Die haben einen ziemlich guten Background, sind eine große Firma und konnten viel Gas geben. Die haben das Ganze nach vorne getrieben.

In Deutschland hast Du da mal diese Spaltung gehabt, in Herren- und Damensalons. Irgendwann wurden die dann vereint und der Herrensalon ist ausgestorben. Das fand ich sehr schade, denn auch in dem Salon, in dem ich vorher war, wurden die Jungs immer so abgefertigt. Die Kerle wollten allerdings auch mal verwöhnt werden oder ein Produkt kaufen. Die haben aber auch nichts dagegen, mal ein Bier zu bekommen. Dann gab es noch einen anderen Friseur und zwar aus Texas: Rob’s Chop Shop. Den fand ich immer ziemlich cool und der war auch ein Vorbild für mich.

Ich finde super, dass es diese Shops gibt. Wir Friseure sind nicht alle gleich und nicht jeder kann mit jedem. Ich finde gut, dass es so viele Shops gibt, da kann der Kunde sich dann den aussuchen, der am besten zu ihm passt.

Gibt es einen Unterschied zwischen einem Barber und einem Herren-Friseur, bzw. was macht einen richtig guten Barber aus?

Ich finde das irgendwie blöd. Mein Name ist ja Benny’s Haircut und wenn ich wirklich sage, ich trenne mich zu 100% von der weiblichen Kundschaft, würde ich mich als Herren-Friseur betiteln und nicht als Barber oder Barbier. Mir gefällt der Begriff einfach besser als Barber-Shop. [macht mit den Fingern Anführungszeichen in die Luft] Der Unterschied ist erst mal die Handwerkskunst an sich, Schneiden und Rasieren.

Ich vergleiche Bartschneiden zum Beispiel damit, als würde man einen Bonsai schneiden. Darüber hinaus ist natürlich auch das Drum Herum, die Show wichtig. Da ist aber auch wichtig, dass jeder Barbier seinen eigenen Style hat. Viele kopieren einfach die Holländer. Ich mag es, wenn man seine eigene Nische findet.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemWas hat es denn mit den ganzen Tiegeln und Töpfen auf sich?

Dort im Regal? Das ist im Endeffekt alles Pomade, aber jeder Kunde ist ja anders und es ist mal das eine und mal das andere Produkt besser geeignet.

Kann man das auch für den Bart benutzen?

Die Pomade ist in erster Linie für die Haare. Für den Bart hab ich aber natürlich auch was. Da hinten zum Beispiel ist ein Schrein, da sind an die 140 Pomaden drin, die ich sammle. Das ist meine Leidenschaft. Ich hab unter anderem auch eine Pomade, die riecht nach Bacon. Die pack ich aus, wenn einer mal was Besonderes ausporbieren will. [zwinkert]

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemDu hast auch Deine eigenen Produkte, oder?

Ja genau, B’s Grease. Die hab ich selbst entworfen. Die Produkte werden in Deutschland abgefüllt und riechen leicht nach Vanille. Das Ganze läuft sogar weltweit. Wir verkaufen viel über unseren Online-Shop, im Laden natürlich und unter anderem auch in den USA.

Vermisst Du denn weibliche Kunden im Salon?

Nein!

Warum?! [schmollt]

Oh, das war jetzt gemein, oder? Es ist einfach einfacher meine Interessen mit Männern zu besprechen. Wir reden viel über Fußball, über Sport generell. Triathlon zum Beispiel, darauf hab ich auch mal trainiert. Oder auch einfach über gar nichts. Zum Beispiel der hier, der sitzt einfach da und sagt nichts! [zeigt auf einen wartenden Kunden. Kunde ruft: HEY!]

[Benny grinst und hebt die Hände zur Abwehr] Okaaaay, wir quatschen schon auch. Aber halt über andere Dinge.

Okay, das kann ich akzeptieren. Mal was anderes: Wenn Du eine Frisur wärest, welche wärest Du?

Dann wäre ich ein Flat-Top, wie von B.A. vom A-Team

Wofür könnte man Dich nachts wecken?

Och, eigentlich für alles. Ich bin nachts gern wach.

Stell Dir vor, der Weihnachtsmann mit seinem langen Bart kommt in den Laden, und wünscht sich eine Komplett-Rasur. Was würdest Du tun?

Dem Weihnachtsmann würde ich wahrscheinlich eine schöne Tolle machen. Und der Bart bleibt natürlich. Jetzt mal ganz ehrlich, wenn der Weihnachtsmann in meinen Laden kommt, dann setz ich mich zu ihm auf den Schoß und wünsch mir was! [lacht]

Mal abgesehen vom Weihnachtsmann: welcher berühmten Persönlichkeit würdest Du gerne mal die Haare schneiden?

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemDem Andi Köpke, ehemaliger Fußballer und Torwarttrainer der Nationalmannschaft, würde ich gern mal die Haare schneiden! An sich hab ich aber schon vielen Musikern die Haare geschnitten, das ist letztendlich auch nichts anderes, als normalen Leuten die Haare zu machen. Johnny Legend hat sich leider nie überzeugen lassen. [grinst]

Wann und worüber hast Du denn das letzte Mal so richtig laut gelacht?

Ohje, ich lach nicht so viel. [zwinkert] Vielleicht über einen Flachwitz?

Beziehungsstatus: studiolution-Kunde. Wie lange denn schon?

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein Kassensystem

„Digital trifft retro“ – So sieht die Kasse bei Benny im Salon aus

Ungefähr ein Jahr jetzt.Wenn Du an studiolution denkst, was fühlst Du?

Ich fühle große Erleichterung und Entlastung.

Thema Online-Terminbuchungen. Warum magst Du die, bzw. hast Du dich länger mit ihnen anfreunden müssen?

Ich war grundsätzlich komplett gegen ein Digitales Kassensystem. Dann habt ihr mich überzeugt, es einfach mal zu testen und was soll ich sagen: Danach war ich restlos begeistert. Und auch das Online-Thema: Das ist etwas, was mich einfach entlastet. Ich verweise die Kunden aktiv darauf, online zu buchen. Gerade das Update, dass ein Kunde nur einen Termin in die Zukunft buchen kann finde ich super!

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemWarst Du auch grundsätzlich gegen studiolution? Was hat deine Meinung geändert?

Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie das zum Beispiel funktioniert, wenn ich einen Kunden mal einschiebe. Aber das war unbegründet, denn man kann ja auch mal zwei Kunden parallel eintragen.

Und konntest Du dich direkt mit dem digitalen Terminbuch anfreunden?

Klar, man musste sich erst umgewöhnen, aber es hat absolut nicht lange gedauert und man findet sich schnell in studiolution zurecht. Ich hab sofort verstanden wie es funktioniert, da es einfach, selbsterklärend und intuitiv ist. Wenn ich doch mal eine Frage haben sollte, dann schreib ich eine E-Mail oder rufe an und bekomme in der Regel immer schnell eine Antwort.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemVielen Dank Benny, dass wir mit Dir quatschen konnten. Wer mehr über Benny erfahren möchte, kann auf seiner Facebook Seite vorbei schauen oder sich direkt über studiobookr einen Termin bei ihm sichern!

Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit… #2 Frauenzimmer

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr Kassensystem

„Auf dem Stuhl mit…“ – Die neue Serie auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Der darf mit Lockenstab, Schere oder Rasiermesser zeigen was er kann und wir plaudern nebenbei über Haare und die Welt. Dieses mal waren wir bei Sehida Mujkanovic vom Frauenzimmer in Fürth.

Der Salon befindet sich in einer der schönsten Straßen Fürths, der Gustavstraße. Hier ist der Name Frauenzimmer Programm: Ganz im mädchenhaften Vintage-Retro-Stil gehalten mit rosa Wänden und jede Menge „femme fatal“ kommt der Salon daher und Sehida empfängt uns mit einem strahlenden Lächeln.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemWas für ein wunderschöner Salon das ist, hier fühlt man sich direkt wohl. Was war denn die Idee hinter Frauenzimmer?

Vielen Dank, das hört man gerne! Also das ist so: Ich wollte einfach aus dieser Männer-Domäne raus. Ich bin der Meinung, dass es mittlerweile so viele Barber-Shops gibt. Und wenn die Jungs sich das recht rausnehmen, nur Männer zu schneiden – dann nehme ich mir das Recht raus, nur mit Damen zu arbeiten! [zwinkert]

Schöne Idee. Was hat dich denn zu diesem Retro-Vintage-Stil inspiriert?

Ich finde ihn einfach wahnsinnig schön. Dann kommt noch hinzu, dass mein Salon in einem der ältesten Häuser Fürths ist! Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert erbaut, und wenn man sich allein die Decke ansieht, dann passt hier gar nichts anderes rein. [zeigt auf die alte Holzdecke] Außerdem habe ich vorher 15 Jahre in einem absolut cleanen, sterilen Salon gearbeitet und das wollte ich nicht mehr. Ich wollte einfach Gemütlichkeit erzeugen.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr Kassensystem

Du hättest tatsächlich ein Händchen als Inneneinrichterin. Wie kam es denn dazu, dass Du Friseurin geworden bist?

Das war mir schon immer klar. Meine Mama ist Friseurin und auch aus meiner Familie arbeiten viele in diesem Handwerk. Ich bin mehr oder weniger im Friseursalon groß geworden. Ich war schon von klein auf immer dabei und hab als kleines Mädchen schon gesagt: „Ich werde Friseurin!“ Was ich nicht wollte: „Uschis Lockenpuff“, wo Dauerwellen am Fließband gemacht werden. [lacht] Daher biete ich auch keine Dauerwellen im Salon an.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr Kassensystem

Du hast es ja gerade schon teilweise erwähnt: Was ist Dir denn in deinem eigenen Salon noch wichtig?

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemDas Wichtigste ist mir in erster Linie, dass sich meine Kundinnen wohl fühlen. Denn ich sag immer:

„Meine Kundschaft ist meine lebende Visitenkarte.“

Und wenn sie den Salon verlassen, laufen sie ja mit meinem Namen überall rum. Und dementsprechend ist es mir sehr wichtig, meine Kundinnen so zu stylen und zu beraten, dass sie einfach traumhaft aussehen und immer wieder zu mir kommen, weil sie einfach wissen, dass sie bei mir etwas Tolles bekommen.

Was sind denn die ersten drei Dinge, die Du morgens tust, wenn Du in den Salon kommst?

Ich mache das Licht an, ich gehe zur Kaffeemaschine und ich fahre studiolution hoch und gucke, was mich heute erwartet.

Du triffst täglich ja ganz viele unterschiedliche Menschen. Erzähl mal, was ist denn das unvergesslichste, das dir hier im Salon passiert ist?

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemDas war vor ein paar Wochen, da hatte ich an einem Samstag drei Bräute. Die erste Braut war eigentlich so ein kleines, graues Mäuschen, bei der ich mir Sorgen gemacht habe, ob sie sich mit Make-Up wohlfühlt. Aber sie hat dann so zauberhaft schön ausgesehen und war so glücklich. Das hatte etwas total Rührendes und ich hatte dabei sogar Tränchen in den Augen.

Gerade Brautfrisuren gehören zu Deinen absoluten Stärken. Ist das nicht auch eine große Herausforderung eine Frau an ihrem wichtigsten Tag im Leben zu stylen?

Absolut! Es ist verdammt schwierig eine Braut glücklich zu stellen. Jede Braut möchte natürlich die perfekte Braut sein, aber ich hab da schon ein gutes Händchen. Und die Kundinnen fühlen sich hier ja auch wohl und somit ist das ein freundschaftliches Miteinander. Wir machen vor dem Tag der Tage auch ein Probestecken und in der Regel ist das so, dass wir eine Frisur stecken und dann ist es die schon.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemGab es denn auch schon mal Missgeschicke?

Natürlich gab es die! Ich hatte schon mal eine Braut, die kam zu mir und ich habe ihr den Umhang herum gemacht, habe ihre Frisur und das Make-Up gemacht und dann habe ich den Umhang wieder runter gemacht und dann ist uns aufgefallen: Oops, sie hatte einen Rollkragen-Pulli an! Tja, dann musste ich sie aus dem herausschneiden. [zuckt mit den Schultern und grinst]

Dürfen Männer bei Dir denn überhaupt nicht auf den Stuhl?

Also das ist so: Zum Gutschein kaufen und zum Bezahlen der Frisur der Frau, die sie abholen, da dürfen Männer schon gerne mal kommen. Aber ansonsten… [schüttelt grinsend den Kopf]

Würdest Du sagen, dass Du Männer im Salon vermisst?

Nein! Definitiv, nein! Ich habe hier viel interessantere Gespräche, ich kann viel kreativer arbeiten und ich meine, man hat in seinem privaten Umfeld ja Männer. Das reicht. [zwinkert]

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemDas Frauenzimmer gibt es noch gar nicht so lange, seit wann denn genau?

Seit Februar erst, wir sind ein ganz frisches Unternehmen. Ich habe vorher 15 Jahre lang für Agnello Friseure in Fürth gearbeitet. Dort habe ich das Haareschneiden gelernt. Angello habe ich damals zusammen mit einer Kollegin übernommen. Nach ein paar Jahren haben wir uns entschlossen, getrennte Wege zu gehen.

 

Du weißt worauf es ankommt, wenn man einen Salon über Jahre führt und nun einen neuen Salon gründet. Was müssen absolute Beginner, die einen Salon neu gründen denn vor der Eröffnung beachten?

Grundsätzlich sollte man immer man selbst bleiben und man sollte eine verdammt gute Kundenbindung haben, denn die sind das A und O. Da nützt einem der schönste Salon und der schönste Standort nichts, wenn die Kundenbindung nicht da ist. Und deswegen immer natürlich bleiben um den Kunden zu erhalten.

Man sollte also schon einen bestehenden Kundenstamm haben, bevor man sich auf die Reise mit einem eigenen Salon begibt?

Ja, definitiv! Man sollte sich schon Kunden aufbauen, bevor man darüber nachdenkt einen Salon zu eröffnen.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemUnd welche Hürden gilt es als Neugründer zu überwinden?

Also ich sag mal so: Man wird in der Meisterschule natürlich gut auf das Kaufmännische vorbereitet. Man darf nicht vergessen, dass jeder selbstständige Friseur eben auch Kaufmann ist. Dementsprechend sollte man sich auch die richtigen Leute suchen: einen guten Steuerberater, einen guten Buchhalter, der einem hilft das Ganze zu managen. Gerade in der Anfangszeit kommt so viel auf einen zu, dass man echt überfordert sein kann. Denn nicht alles was in der Kasse landet gehört einem. Von dem her muss man da aufpassen. Ich rate jedem zu kalkulieren und nicht einfach Pi mal Daumen Preise anzusetzen.

Wenn Du deine Persönlichkeit als Frisur beschreiben müsstest, welche wärest Du?

Schwierig, schwierig. Ich glaube, ich wäre ein sehr geradliniger Bob mit einem geraden Pony, sehr straight.

Wofür könnte man dich denn mitten in der Nacht aufwecken?

Ach, für ein Gläschen Vino mit Freunden vielleicht?

Und welcher berühmten Persönlichkeit würdest Du gerne mal die Haare schneiden?

Ich glaube Katy Perry, die finde ich total cool. Und: ich würde sogar mal eine Ausnahme machen und einen Mann auf meinen Stuhl lassen, wenn es Ryan Gosling wäre. [grinst breit]

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemSozusagen: Girls only und Ryan Gosling, herrlich! [lacht] Wann hast Du denn das letzte Mal so richtig laut und herzhaft gelacht?

Puh, also ich muss Dir ganz ehrlich sagen, wir lachen so viel, dass ich jetzt gar nicht sagen könnte, worüber ich das letzte Mal laut gelacht habe. Wir sind einfach ständig am Lachen.

So muss das auch sein! Wollen wir ein kleines Spiel spielen? Du entscheidest dich immer für einen Begriff!

Leg los!

Messer oder Schere?

Schere.

Kurze oder lange Haare?

Kurz.

Bayalage oder Strähnen?

Strähnen.

Bart oder nicht?

Bart!

Mann oder Frau?

Frau.Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemChaotisch oder ordentlich?

Chaotisch.

Prosecco oder Bier?

Prosecco.

Make-Up oder Frisur?

Make-Up.

Studiolution, ja oder nein?

Natürlich ja!

Wie lange seid ihr denn schon zusammen, studiolution und Du?

Seit meinem ersten Tag hier, also seit Februar.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemSchließe für mich mal die Augen. Was siehst Du und was fühlst Du, wenn Du an studiolution denkst?

 

Ich sehe eine dunkelhäutige Frau mit ganz vielen Locken und ich fühle Sicherheit.

Und zum Thema Online-Terminbuchungen, habt ihr die direkt von Anfang an genutzt?

Absolut. Ich habe in meinem alten Salon auch schon mit einem Online-Timer gearbeitet und habe mich damals umgeschaut, was nun hier für mich in Frage kommt. Relativ schnell habe ich mich dann für studiolution entschieden, weil es eine Nürnberger Firma ist, die jung ist und ein solides Produkt auf dem Markt hat.

Hast Du denn lange mit der Online-Terminbuchung flirten müssen, bevor aus euch was geworden ist?

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr Kassensystem

Ich muss ganz ehrlich sagen: Nein! studiolution war die einzige Firma, die direkt auf meine E-Mail geantwortet hat, wo ich direkt testen konnte und binnen 4-5 Tagen alles online hatte. An sich war Online-Buchung für mich und meine Kunden nichts Neues. Und Neukunden finden das super.

Mitten in der Nacht, wenn man an seinen Friseur denkt, kann man sich einfach direkt einen Termin geben lassen. Mein Telefon klingelt kaum! Gut 60% meiner Termine laufen über die Online-Buchung und ich bin total entlastet.

 

War es denn eine Umstellung vom analogen Terminbuch zum digitalen Terminbuch?

Natürlich, am Anfang schon. Da musste man ein bisschen reinwachsen. Aber es gibt einfach kein Geschmiere im Buch mehr, kein Radieren mehr, mit einem Klick ist alles erledigt und das finde ich super.

Würdest Du sagen, dass man als Neugründer und auch, wenn man noch nicht mit einem Digitalen System gearbeitet hat, direkt mit studiolution loslegen sollte?

Sollte man auf jeden Fall! Der Zeitgeist geht dahin, dass alles online passiert. Gerade wenn man neu anfängt, sollte man von Anfang an mit der Online-Buchung arbeiten, dass die Kunden sich daran gewöhnen. Würde ich auf jeden Fall jederzeit wieder so machen.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemVielen herzlichen Dank für das liebe Gespräch und die tolle Frisur! Wer mehr über die Powerfrau Sehida erfahren möchte, kann gerne ihre Facebook-Seite besuchen oder sich direkt einen Termin sichern!