Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit… #2 Frauenzimmer

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr Kassensystem

„Auf dem Stuhl mit…“ – Die neue Serie auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Der darf mit Lockenstab, Schere oder Rasiermesser zeigen was er kann und wir plaudern nebenbei über Haare und die Welt. Dieses mal waren wir bei Sehida Mujkanovic vom Frauenzimmer in Fürth.

Der Salon befindet sich in einer der schönsten Straßen Fürths, der Gustavstraße. Hier ist der Name Frauenzimmer Programm: Ganz im mädchenhaften Vintage-Retro-Stil gehalten mit rosa Wänden und jede Menge „femme fatal“ kommt der Salon daher und Sehida empfängt uns mit einem strahlenden Lächeln.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemWas für ein wunderschöner Salon das ist, hier fühlt man sich direkt wohl. Was war denn die Idee hinter Frauenzimmer?

Vielen Dank, das hört man gerne! Also das ist so: Ich wollte einfach aus dieser Männer-Domäne raus. Ich bin der Meinung, dass es mittlerweile so viele Barber-Shops gibt. Und wenn die Jungs sich das recht rausnehmen, nur Männer zu schneiden – dann nehme ich mir das Recht raus, nur mit Damen zu arbeiten! [zwinkert]

Schöne Idee. Was hat dich denn zu diesem Retro-Vintage-Stil inspiriert?

Ich finde ihn einfach wahnsinnig schön. Dann kommt noch hinzu, dass mein Salon in einem der ältesten Häuser Fürths ist! Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert erbaut, und wenn man sich allein die Decke ansieht, dann passt hier gar nichts anderes rein. [zeigt auf die alte Holzdecke] Außerdem habe ich vorher 15 Jahre in einem absolut cleanen, sterilen Salon gearbeitet und das wollte ich nicht mehr. Ich wollte einfach Gemütlichkeit erzeugen.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr Kassensystem

Du hättest tatsächlich ein Händchen als Inneneinrichterin. Wie kam es denn dazu, dass Du Friseurin geworden bist?

Das war mir schon immer klar. Meine Mama ist Friseurin und auch aus meiner Familie arbeiten viele in diesem Handwerk. Ich bin mehr oder weniger im Friseursalon groß geworden. Ich war schon von klein auf immer dabei und hab als kleines Mädchen schon gesagt: „Ich werde Friseurin!“ Was ich nicht wollte: „Uschis Lockenpuff“, wo Dauerwellen am Fließband gemacht werden. [lacht] Daher biete ich auch keine Dauerwellen im Salon an.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr Kassensystem

Du hast es ja gerade schon teilweise erwähnt: Was ist Dir denn in deinem eigenen Salon noch wichtig?

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemDas Wichtigste ist mir in erster Linie, dass sich meine Kundinnen wohl fühlen. Denn ich sag immer:

„Meine Kundschaft ist meine lebende Visitenkarte.“

Und wenn sie den Salon verlassen, laufen sie ja mit meinem Namen überall rum. Und dementsprechend ist es mir sehr wichtig, meine Kundinnen so zu stylen und zu beraten, dass sie einfach traumhaft aussehen und immer wieder zu mir kommen, weil sie einfach wissen, dass sie bei mir etwas Tolles bekommen.

Was sind denn die ersten drei Dinge, die Du morgens tust, wenn Du in den Salon kommst?

Ich mache das Licht an, ich gehe zur Kaffeemaschine und ich fahre studiolution hoch und gucke, was mich heute erwartet.

Du triffst täglich ja ganz viele unterschiedliche Menschen. Erzähl mal, was ist denn das unvergesslichste, das dir hier im Salon passiert ist?

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemDas war vor ein paar Wochen, da hatte ich an einem Samstag drei Bräute. Die erste Braut war eigentlich so ein kleines, graues Mäuschen, bei der ich mir Sorgen gemacht habe, ob sie sich mit Make-Up wohlfühlt. Aber sie hat dann so zauberhaft schön ausgesehen und war so glücklich. Das hatte etwas total Rührendes und ich hatte dabei sogar Tränchen in den Augen.

Gerade Brautfrisuren gehören zu Deinen absoluten Stärken. Ist das nicht auch eine große Herausforderung eine Frau an ihrem wichtigsten Tag im Leben zu stylen?

Absolut! Es ist verdammt schwierig eine Braut glücklich zu stellen. Jede Braut möchte natürlich die perfekte Braut sein, aber ich hab da schon ein gutes Händchen. Und die Kundinnen fühlen sich hier ja auch wohl und somit ist das ein freundschaftliches Miteinander. Wir machen vor dem Tag der Tage auch ein Probestecken und in der Regel ist das so, dass wir eine Frisur stecken und dann ist es die schon.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemGab es denn auch schon mal Missgeschicke?

Natürlich gab es die! Ich hatte schon mal eine Braut, die kam zu mir und ich habe ihr den Umhang herum gemacht, habe ihre Frisur und das Make-Up gemacht und dann habe ich den Umhang wieder runter gemacht und dann ist uns aufgefallen: Oops, sie hatte einen Rollkragen-Pulli an! Tja, dann musste ich sie aus dem herausschneiden. [zuckt mit den Schultern und grinst]

Dürfen Männer bei Dir denn überhaupt nicht auf den Stuhl?

Also das ist so: Zum Gutschein kaufen und zum Bezahlen der Frisur der Frau, die sie abholen, da dürfen Männer schon gerne mal kommen. Aber ansonsten… [schüttelt grinsend den Kopf]

Würdest Du sagen, dass Du Männer im Salon vermisst?

Nein! Definitiv, nein! Ich habe hier viel interessantere Gespräche, ich kann viel kreativer arbeiten und ich meine, man hat in seinem privaten Umfeld ja Männer. Das reicht. [zwinkert]

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemDas Frauenzimmer gibt es noch gar nicht so lange, seit wann denn genau?

Seit Februar erst, wir sind ein ganz frisches Unternehmen. Ich habe vorher 15 Jahre lang für Agnello Friseure in Fürth gearbeitet. Dort habe ich das Haareschneiden gelernt. Angello habe ich damals zusammen mit einer Kollegin übernommen. Nach ein paar Jahren haben wir uns entschlossen, getrennte Wege zu gehen.

 

Du weißt worauf es ankommt, wenn man einen Salon über Jahre führt und nun einen neuen Salon gründet. Was müssen absolute Beginner, die einen Salon neu gründen denn vor der Eröffnung beachten?

Grundsätzlich sollte man immer man selbst bleiben und man sollte eine verdammt gute Kundenbindung haben, denn die sind das A und O. Da nützt einem der schönste Salon und der schönste Standort nichts, wenn die Kundenbindung nicht da ist. Und deswegen immer natürlich bleiben um den Kunden zu erhalten.

Man sollte also schon einen bestehenden Kundenstamm haben, bevor man sich auf die Reise mit einem eigenen Salon begibt?

Ja, definitiv! Man sollte sich schon Kunden aufbauen, bevor man darüber nachdenkt einen Salon zu eröffnen.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemUnd welche Hürden gilt es als Neugründer zu überwinden?

Also ich sag mal so: Man wird in der Meisterschule natürlich gut auf das Kaufmännische vorbereitet. Man darf nicht vergessen, dass jeder selbstständige Friseur eben auch Kaufmann ist. Dementsprechend sollte man sich auch die richtigen Leute suchen: einen guten Steuerberater, einen guten Buchhalter, der einem hilft das Ganze zu managen. Gerade in der Anfangszeit kommt so viel auf einen zu, dass man echt überfordert sein kann. Denn nicht alles was in der Kasse landet gehört einem. Von dem her muss man da aufpassen. Ich rate jedem zu kalkulieren und nicht einfach Pi mal Daumen Preise anzusetzen.

Wenn Du deine Persönlichkeit als Frisur beschreiben müsstest, welche wärest Du?

Schwierig, schwierig. Ich glaube, ich wäre ein sehr geradliniger Bob mit einem geraden Pony, sehr straight.

Wofür könnte man dich denn mitten in der Nacht aufwecken?

Ach, für ein Gläschen Vino mit Freunden vielleicht?

Und welcher berühmten Persönlichkeit würdest Du gerne mal die Haare schneiden?

Ich glaube Katy Perry, die finde ich total cool. Und: ich würde sogar mal eine Ausnahme machen und einen Mann auf meinen Stuhl lassen, wenn es Ryan Gosling wäre. [grinst breit]

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemSozusagen: Girls only und Ryan Gosling, herrlich! [lacht] Wann hast Du denn das letzte Mal so richtig laut und herzhaft gelacht?

Puh, also ich muss Dir ganz ehrlich sagen, wir lachen so viel, dass ich jetzt gar nicht sagen könnte, worüber ich das letzte Mal laut gelacht habe. Wir sind einfach ständig am Lachen.

So muss das auch sein! Wollen wir ein kleines Spiel spielen? Du entscheidest dich immer für einen Begriff!

Leg los!

Messer oder Schere?

Schere.

Kurze oder lange Haare?

Kurz.

Bayalage oder Strähnen?

Strähnen.

Bart oder nicht?

Bart!

Mann oder Frau?

Frau.Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemChaotisch oder ordentlich?

Chaotisch.

Prosecco oder Bier?

Prosecco.

Make-Up oder Frisur?

Make-Up.

Studiolution, ja oder nein?

Natürlich ja!

Wie lange seid ihr denn schon zusammen, studiolution und Du?

Seit meinem ersten Tag hier, also seit Februar.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemSchließe für mich mal die Augen. Was siehst Du und was fühlst Du, wenn Du an studiolution denkst?

 

Ich sehe eine dunkelhäutige Frau mit ganz vielen Locken und ich fühle Sicherheit.

Und zum Thema Online-Terminbuchungen, habt ihr die direkt von Anfang an genutzt?

Absolut. Ich habe in meinem alten Salon auch schon mit einem Online-Timer gearbeitet und habe mich damals umgeschaut, was nun hier für mich in Frage kommt. Relativ schnell habe ich mich dann für studiolution entschieden, weil es eine Nürnberger Firma ist, die jung ist und ein solides Produkt auf dem Markt hat.

Hast Du denn lange mit der Online-Terminbuchung flirten müssen, bevor aus euch was geworden ist?

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr Kassensystem

Ich muss ganz ehrlich sagen: Nein! studiolution war die einzige Firma, die direkt auf meine E-Mail geantwortet hat, wo ich direkt testen konnte und binnen 4-5 Tagen alles online hatte. An sich war Online-Buchung für mich und meine Kunden nichts Neues. Und Neukunden finden das super.

Mitten in der Nacht, wenn man an seinen Friseur denkt, kann man sich einfach direkt einen Termin geben lassen. Mein Telefon klingelt kaum! Gut 60% meiner Termine laufen über die Online-Buchung und ich bin total entlastet.

 

War es denn eine Umstellung vom analogen Terminbuch zum digitalen Terminbuch?

Natürlich, am Anfang schon. Da musste man ein bisschen reinwachsen. Aber es gibt einfach kein Geschmiere im Buch mehr, kein Radieren mehr, mit einem Klick ist alles erledigt und das finde ich super.

Würdest Du sagen, dass man als Neugründer und auch, wenn man noch nicht mit einem Digitalen System gearbeitet hat, direkt mit studiolution loslegen sollte?

Sollte man auf jeden Fall! Der Zeitgeist geht dahin, dass alles online passiert. Gerade wenn man neu anfängt, sollte man von Anfang an mit der Online-Buchung arbeiten, dass die Kunden sich daran gewöhnen. Würde ich auf jeden Fall jederzeit wieder so machen.

Auf dem Stuhl im Salon von Friseurin Sehida, sie zeigt ihr KassensystemVielen herzlichen Dank für das liebe Gespräch und die tolle Frisur! Wer mehr über die Powerfrau Sehida erfahren möchte, kann gerne ihre Facebook-Seite besuchen oder sich direkt einen Termin sichern!

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