Liebespost von studiolution

Liebe Friseurinnen, liebe Friseure,

allein in Deutschland gibt es ca. 80.000 Friseurbetriebe und ca. 40 Mio. Menschen gehen mindestens einmal im Jahr zum Friseur. Damit seid Ihr – neben viel Schokolade – wohl die Glücklichmacher Nr.1 – ganz ohne Nebenwirkungen auf der Hüfte.

Wie ihr wisst, muss unsere Branche in der Realität aber oft als Beispiel für viele negativen Dinge herhalten wie z.B. Niedriglöhne, Schwarzarbeit, etc.

Wir sehen das anders. Wir lieben Euch und das, was Ihr tut. Für uns seid Ihr die wahren Helden des Alltags und wir arbeiten unglaublich gerne mit Euch. Das ist auch der Grund dafür, warum wir unsere Köpfe zusammengesteckt haben und diesen wunderbaren Text für Euch geschrieben haben 💖

Ihr könnt ihn gerne ausdrucken, an die Wand hängen oder einfach mit Euren Kollegen und Mitarbeitern teilen.

Wer den Text gerne auf einem T-Shirt oder einer Tasche hätte, kann sich gerne in unserem eigens dafür eingerichteten Shop umschauen. Da gibt es neben dem Tassenklaus und der Trinkuschi u.a. auch den Liebesbrief als Poster und vieles mehr – natürlich auch für unsere Nicht-Friseure. 😉

Den Link zum Shop findet Ihr hier.

Wir freuen uns auf Euer Feedback und Wünschen Euch ganz viel Spaß 😊

Euer studiolution-Team

PS: Wir lieben den täglichen Kontakt zu Euch. Der Text dreht sich zwar um Friseure, aber das kommt nur daher, dass wir damit angefangen haben. Wir werden das natürlich auch noch für unsere Hundesalons, Kosmetiker und Kosmetikerinnen, Praxen, Tattoostudios etc. machen – weil wir das wirklich gerne machen.

Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit… #7 Bavarian Beauty

Auf dem Stuhl Interview von der Kassensoftware für Friseure mit Josef Wieser.

„Auf dem Stuhl mit…“ – Die Interview-Reihe auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Dieses Mal sind wir bei Josef Wieser in Mammendorf.

Friseur Harald Wieser und Seine Tochter

Josef Wieser mit seiner Tochter Johanna

Sag mal, wie kam es dazu, dass du Friseur geworden bist?

Das ist eine schwierige Frage… Ich bin Friseur geworden, entgegen der Widerstände der Familie und auch, weil meine Mutter selbst nie Friseur werden durfte. Nachdem ich dann das Pfarrerwerden abgelegt hab, hab ich mich entschieden Friseur zu werden. [lacht]

Du wolltest also zuerst Pfarrer werden?

Das war eher eine taktische Entscheidung. Beim Religionslehrer kam das ganz gut an, das hat sich natürlich schon auf die Noten ausgewirkt. [lacht]

Dieses Mal sind wir nicht auf dem Stuhl bei dir, da du ja schon eine ganze Weile nicht mehr am Kunden arbeitest. Gibt es etwas, das du vermisst?

Am meisten vermisse ich den persönlichen Kontakt zu den Kunden.

Der Salon von Josef Wieser

Warum bist du denn kein aktiver Friseur mehr?

Ich glaube ich war kein schlechter Friseur, aber meine große Leidenschaft war immer das Kaufmännische. Ich hatte sogar mal die Chance in den USA als Friseur zu arbeiten – aber dann ergab sich hier in Mammendorf das erste Geschäft. So ist ein Betrieb zum anderen gewachsen.

Du hast ja mittlerweile mehrere Salons. Was ist deine Philosophie und was ist dir bei deinen Mitarbeitern wichtig?

Interview mit unseren Kunden - Der Salon von Josef Wieser

Die gemeinsame Philosophie ist die Führung der Mitarbeiter, dass wir uns als Team wahrnehmen und dass es gewisse Qualitätsstandards in jedem Salon gibt. Wichtig ist mir die Förderung der Mitarbeiter nach ihrer Eignung. Manchmal muss man auch selektieren. Wir versuchen einfach Konflikte zu vermeiden. Ich meine, wenn jemand einfach nicht passt, dann muss man sich halt auch mal von einem Menschen trennen, um den Stall sauber zu halten [zwinkert]. Grundsätzlich ist mir bei allen Salons wichtig, dass gewisse Standards gelten, aber jeder Salonleiter darf individuell noch sein eigenes Ding machen. Außerdem gibt‘s da auch ein gutes Zitat von Robert Bosch, nach dem ich arbeite:

Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.

Ich lege viel Wert auf Transparenz. Unsere Mitarbeiter wissen zum Beispiel, wie viel Umsatz wir machen und haben jederzeit Zugang zu sämtlichen Statistiken.

Außerdem ist uns auch einfach der menschliche Umgang den wir miteinander pflegen, sehr wichtig. Wir machen zum Beispiel regelmäßig kleine Teamevents. Wir grillen mal gemeinsam oder freitagabends wird gerne die Woche gemeinsam mit einem Glas Sekt ausgeklungen.

Du bist ja lange in der Friseur Innung tätig gewesen. Erzähl mir davon!

Das, worauf ich am meisten stolz bin aus der Zeit ist, dass Bayern nun den einzigen Tarifvertrag hat, in dem verankert ist, dass Mitarbeiter Anspruch haben zu erfahren, welche Umsatzzahlen sie bringen müssen, um in die nächsthöhere Lohngruppe zu kommen. Das war die einzige Formulierung, die gesetzeskonform war, um den Mitarbeitern praktisch die Möglichkeit zu geben, selber einen höheren Lohn zu fordern. In Bayern muss deshalb jeder Saloninhaber einmal im Jahr seinem Mitarbeiter mitteilen, was sein „Soll“ ist, um in die nächsthöhere Lohngruppe zu kommen.

Der Salon von Josef Wieser

Was denkst du, wie wird sich die Friseurbranche in den nächsten Jahren verändern?

Die nächsten 20-30 Jahre glaube ich, hat unsere Branche sehr große Chancen. Wir werden immer, genauso wie der Bäcker und der Metzger, ein Anlaufpunkt sein, wo man vielleicht auch mal Zeit hat ein Gespräch zu führen oder persönliche Kontakte zu pflegen.

Wir haben gehört, dass Du aktuell noch ein weiteres großes Projekt hast. Was hat es mit der Academy Süd auf sich?

Josef Wieser - Die Baustelle der Friseur-AcademyAlso was ich immer wusste, ist, dass wir unsere Ausbildung stärken müssen. Deshalb haben wir die Academy ins Leben gerufen.

Dort können sich Friseure durch eine dreijährige Weiterbildung zum „Hair & Beauty Artist“ höherqualifizieren. Es haben sich dann Gespräche mit La Biosthetique ergeben, die an diesem Projekt nun entscheidend mitwirken. Was die Schulungsräume angeht, da ist aber aktuell noch eine große Baustelle, im wahrsten Sinne.

Das klingt ja super interessant. Mal ein anderes Thema – warum hast du dich für studiolution entschieden?

Ich hab euch damals auf der Messe in Nürnberg kennengelernt. Da hat mich vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Mir war eigentlich immer klar: Das, was die anderen da verlangen, ist Abzocke. Ich hab mehrere Systeme angeschaut. Und dann hab ich im Vergleich studiolution kennengelernt und da hat mich die Einfachheit und Umsetzbarkeit sowie die Klarheit und Aufmachung überzeugt. Oder auch die Marketingmaßnahmen. Den vollen Umfang haben wir zwar noch gar nicht genutzt, weil wir einfach sehr gut ausgebucht sind, aber das wäre jetzt ein Ziel für die Zukunft.

Was ist dein liebstes Tool in studiolution?

Der Business Analyzer! Der ist so schön unkompliziert, da kann ich mir einfach meine Zahlen so zusammenstellen, wie ich sie möchte und es ist kein starres System.

Friseur und Unternehmer Josef Wieser

Vielen Dank Josef für das Interview und dass Du uns in Deinem Salon und auf deiner Baustelle empfangen hast. Wer mehr über Josef und sein neuestes Projekt erfahren möchte, kann ihn auf seiner Facebook-Seite besuchen.

Keine Angst vor der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union in Kraft. Diese regelt, wie Unternehmen und Betriebe den Umgang mit personenbezogenen Daten zu pflegen haben und welche Rechte Nutzer bzw. Kunden haben.

Vor der neuen Datenschutzverordnung (DSGVO) muss man keine Angst haben.

💡 Warum es wichtig ist Daten zu schützen und gleichzeitig zu wissen wie Klaus seinen Kaffee trinkt.

Wer sein Geschäft erfolgsorientiert führen möchte, ist aber auf gute Daten angewiesen. Nur so kann man beispielsweise optimalen Service bieten oder entsprechende Strategien und Maßnahmen planen. Das Missachten der neuen DSGVO-Regeln kann einem allerdings teuer zu stehen kommen. Dennoch braucht man keine Angst vor der neuen Verordnung haben. Denn das Schöne ist, der richtige Umgang mit personenbezogenen Daten ist im Grunde gar nicht so schwer und war bisher auch schon gesetzlich geregelt.

💡 Doch erstmal Schritt für Schritt 😉

Datenschutz im Allgemeinen umfasst drei Ebenen: die Datenerhebung, Datenverarbeitung (zum Beispiel das Speichern, Verändern, Übermitteln, Sperren oder Löschen von Daten) – sowie die Nutzung von personenbezogenen Daten.

Doch was sind überhaupt personenbezogene Daten? Hierunter fallen z.B. Name, Anschrift, E-Mail Adresse oder Geburtstag eines Kunden, aber auch Standortdaten oder IP-Adressen zählen zu personenbezogenen Daten – sprich sämtliche Daten, mit denen man eine Person eindeutig identifizieren kann.

💡 Welche Änderungen bringt die DSGVO mit sich?

Die bisherigen Grundprinzipien des Datenschutzes, die im Bundesdatenschutzgesetz verankert sind, bleiben bestehen. Somit ist jede Art von Datenverarbeitung nur dann zulässig, wenn entweder eine gesetzliche Erlaubnis vorliegt, oder die betroffene Person mit der Datenverarbeitung einverstanden ist.

➡️ Datenübertragbarkeit und Recht auf Löschung

Des Weiteren stärkt die EU die Rechte der Nutzer bzw. Kunden. Diese haben nun ein Recht auf Löschung der eigenen Daten sowie Recht auf Datenübertragbarkeit. Personenbezogene Daten gehören demnach dem Kunden und nicht dem Unternehmen.

➡️ Informationspflicht und Auskunftsrecht

Außerdem unterliegt ein Unternehmen der Informationspflicht sowie dem Auskunftsrecht. Das heißt, dass Kunden in Zukunft leichteren Zugang zu ihren Daten bekommen sollen und über deren Nutzung informiert werden müssen. Somit hat jeder Nutzer das Recht zu erfahren, welche Daten ein Unternehmen über ihn gesammelt hat und wie diese weiterverarbeitet werden.

Generell werden durch die neue Datenschutzgrundverordnung die Rechte der Kunden gestärkt und die Pflichten der Verantwortlichen erhöht.

💡 Betrifft mich die Datenschutzgrundverordnung überhaupt?

Ja – grundsätzlich ist erst mal jedes Unternehmen in der EU betroffen. Besonders Salons und Studios hängen von Informationen Ihrer Kunden ab um den Service zu optimieren – z.B. Farbmischungen, Allergien, gekaufte Produkte und Leistungen der Vergangenheit etc. Außerdem werden oft Vorher-/ Nachher Bilder in sozialen Medien gepostet, was auch unter die DSGVO fällt. Übrigens – es geht nicht nur um Kundendaten – sondern z.B. auch um die Daten der Mitarbeiter.

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💡 Vorlagen und Muster

✔️ Muster Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten des Verantwortlichen hier (Anlage 4)
✔️ Muster Einwilligungserklärung für Eure Kunden hier (Anlage 1)
✔️ Merkblatt für Eure Kunden (z.B. zur Auslage im Geschäft) hier (Anlage 2)
✔️ Muster zur Verschwiegenheitsvereinbarung mit Mitarbeitern hier
✔️ Datenschutzerklärung für die eigene Webseite erstellen z.B. hier

Anmerkung: Ein Muster für eine Datenschutzerklärung findet Ihr alternativ hier.

Selbstverständlich müssen die Vorlagen noch auf das eigene Unternehmen angepasst werden. Auch bei der Einwilligungserklärung muss man abwägen: Unsere Recherchen haben ergeben (Landesschutzbeauftrage Bayern), dass man nur dann eine Einwilligung benötigt, wenn man mehr Daten erhebt als für die Dienstleistung notwendig wären wie z.B. Hobbies. Allerdings – auf der sicheren Seite ist man mit Einwilligung, da man vielleicht auch Bilder, etc. zukünftig ablegen möchte…

💡 Datenschutzbeauftragter – muss oder kann?

Unternehmen, die mehr als neun Mitarbeiter beschäftigen, die ständig personenbezogenen Daten verarbeiten, brauchen einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten (gemäß § 38 BDSG (neu).

Im Zuge unserer Recherchen haben wir von mehreren Quellen, wie z.B. dem bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht, die Auskunft erhalten, dass ein Datenschutzbeauftragter beispielsweise bei Friseuren nicht notwendig sei. In dieser Branche stehe die handwerkliche Dienstleistung im Vordergrund und nicht die Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Hier gilt: Das kann sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden und sollte individuell geprüft werden. Ein guter Ansprechpartner sind hierfür die Landesämter für Datenschutz.

💡 Benötigt man eine extra Einwilligung von Kunden zum Zwecke der Direktwerbung?

Interessanter Weise sind ausdrückliche Regelungen zur Werbung in den DSGVO nicht enthalten. Es geht eher darum, ob das Unternehmen ein berechtigtes Interesse hat, dem jeweiligen Kunden Direktwerbung zu senden. Der sogenannte Erwägungsgrund 47 der DSGVO gibt vor,  dass genau dieses Interesse einer Verarbeitung zum Zwecke der Direktwerbung ein berechtigtes Interesse des Verantwortlichen darstellt.

Was heißt das nun? Wenn die E-Mail Adresse in Zusammenhang mit dem Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung erhalten wurde, dann darf das Unternehmen diese für eigene, ähnliche Produkte oder Dienstleistungen für Direktwerbung verwenden – also z.B. Angebote per E-Mail an Bestandskunden, Terminerinnerungen, etc. versenden. Auch ohne extra Einwilligung.

Fazit: Man benötigt nach unseren Recherchen keine extra Einwilligung zum Zwecke der Direktwerbung an Bestandskunden, solange man nicht für z.B. andere Unternehmen wirbt. Man muss die Kunden allerdings vorab informieren, dass man das macht und dass die Kunden dem jederzeit widersprechen können (z.B. E-Mail Abmelden Links).

💡 Sanktionen und Strafen bei Missachtung

Was passiert, wenn ich die neuen Gesetze nicht einhalte? Der Bußgeldrahmen wurde für Datenschutz-Verstöße deutlich erhöht. Es können Beträge von bis zu 20 Millionen Euro gefordert werden oder bis zu 4 % des Jahresumsatzes eines Unternehmens.

Auch wenn die Strafen hoch erscheinen, gibt es keinen Grund Kundendaten nicht mehr zu erheben. Diese Daten sind essentiell, um ein Unternehmen erfolgreich zu führen. Zu wissen, wie Kunde Klaus seinen Kaffee gerne trinkt – oder welche Produkte er gerne nutzt, führt zu positiven Erlebnissen im Geschäft und letztendlich zu einer langfristigen Kundenbindung. Ein Kundenmanagement-System, wie es in studiolution enthalten ist, kann dabei helfen. Befasst man sich erst einmal sorgfältig mit sämtlichen Änderungen und Neuerungen der DSGVO, so braucht man auch keine Angst vor den Prüfbehörden zu haben.

Im Übrigen „stechen“ die GoBs (Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung) mit seinen Aufbewahrungspflichten den Datenschutz: Beispielsweise sind erfasste Kunden (=Vertragspartner) nach dem BFH-Urteil vom 12. Mai 1966, BStBl III S. 372 aufzubewahren.

💡 Was machen wir bei Head-on Solutions?

Mit studiolution/ studiobookr nehmen wir den Datenschutz schon immer sehr ernst – und nicht erst seit den DSGVO. Außerdem haben wir bereits vor Monaten damit angefangen, sämtliche Richtlinien und Pflichten ordnungsgemäß umzusetzen.

Konkret haben wir bereits einige Dinge auf studiobookr.com umgesetzt wie z.B. Cookie Hinweise oder eine extra Bestätigung der Datenschutzerklärung bei Online Buchung. Außerdem kommen in den nächsten zwei Wochen unter anderem noch ein aktualisierter Vertrag zur Auftragsverarbeitung (wichtig: unterschrieben bei uns bis 25.5.18 vorliegend), Abmeldelinks von Service E-Mails, extra Impressumsfeld auf der Onlinebuchungsseite sowie eine neue Datenschutzerklärung und AGBs nach DSGVO und noch einige Dinge mehr.

🚨 Wichtiger Hinweis und wen kann ich fragen

Der vorliegende Beitrag stellt weder eine Rechtsberatung dar – noch ersetzt er die Beratung durch einen fachkundigen Rechtsanwalt, bei der die Besonderheiten des Einzelfalls berücksichtigt werden können. Bitte informiert Euch über die DSGVO und holt Euch fachkundigen Rat ein bei z.B. den jeweiligen Landesämtern für Datenschutz (beipsielsweise in Bayern) oder eben bei fachkundigen Anwälten bzw. Datenschützern. Auch manche Innungen oder Handwerkskammern können weiter helfen.

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💡 Hilfreiche weiterführende Links:

Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit … pa.blo Friseure

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein Kassensystem„Auf dem Stuhl mit…“ – Die neue Serie auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Der darf mit Lockenstab, Schere oder Rasiermesser zeigen was er kann und wir plaudern nebenbei über Haare und die Welt. Dieses Mal sind wir bei Patrick Blomenhofer von pa.blo Friseure in Fürth.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemSehr schicker und cooler Salon! Wie kam es denn dazu, dass Du Friseur geworden bist?

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemIch bin quasi im Friseur-Salon groß geworden, da meine Eltern auch Friseure sind. Ich habe das Handwerk von der Wiege an mitbekommen. Eigentlich wollte ich mal Fußballprofi werden. [grinst]

Daher kam auch der Name vom Salon. Ich hab früher Fußball gespielt und hatte da auch echt Ambitionen, aber es hat immer ein bisschen was gefehlt um in einer höheren Liga zu spielen. Ich hab mir dann immer vorgestellt, wie ich wohl heißen würde wenn ich auf dem Fußballplatz stehe. Damals gab es noch keinen Schweinsteiger, so dass der Name Blomenhofer irgenwie cool geklungen hätte. [lacht] Ich hab dann so mit meinen Initialen gespielt und dadurch ist pa.blo entstanden.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemFußballer und Friseur – das muss sich ja nich ausschließen. Was ist an Deinem jetzigen Beruf denn am schönsten?

Das ist eine ganz schwierige Frage, da es so viele schöne Sachen gibt. Vorallem schön an der Selbstständigkeit, ist die Freiheit, die ich genieße. Ich lasse zum Beispiel meinen Mitarbeitern auch viel künstlerische Freiheit. Es gibt zwar schon einen pa.blo-Stempel, also einen bestimmten, gemeinschaftlichen Stil, aber jeder von uns hat seine eigene Handschrift und ich denke das macht es auch so spannend. Das macht es auch aus, deshalb ist man gut.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemDu bist ja nicht nur im Salon unterwegs, sondern auch auf der Fashion Week. Erzähl mir davon!

Ich hab vor circa sechs bis sieben Jahren aktiv bei Wettbewerben mitgemacht, sowohl national als auch international. Ich war in New York beim Finale vom Trend Vision Award. Danach habe ich mich für einen anderen Wettbewerb beworben. Das war in der Zeit, als die Sozialen Medien und besonders Facebook gerade aufkamen. Man sollte über seine Facebook-Seite über inspirierende Themen bloggen und Klicks und Likes damit sammeln. Daraufhin wurde ich nach Berlin zur Fashion Night eingeladen und ein Coach der Marke Sebastian hat ein Model für die Teilnehmer bereit gestellt und dieses sollten wir dann stylen.

Diesen Wettbewerb hab ich letztendlich gewonnen, was mir auch den Weg zu Fashion Week geebnet hat. Ich wurde ein Jahr ausgebildet und arbeite nun seit 6 Jahren als Trainer für Sebastian und ab und an kooperiert ein

Ist die Fashion Week tatsächlich auch so Glanz und Gloria wie man sich das vorstellt oder doch der pure Stress?

Ich würde mal behaupten das ist weder noch. In Berlin hast Du kaum Glanz und Gloria. Klar gibt’s Promis, B- und C-Promis und Stars und Sternchen die gesehen werden wollen. Es ist sehr, sehr strukturiert. Klar bricht mal kurz Stress aus. Im Vorfeld hat der Designer eine Absprache mit uns, es gibt dann einen abgesprochenen Look und dann wird dieser Look trainiert und später dann an den Models gestylt.

Gibt’s ne witzige Story von der Fashion Week?

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemIch sollte ein Model stylen, das vorher auf einer anderen Show gelaufen ist. Das Mädel hatte sehr verklebte Haare. Im Berliner Modesalon gibt’s allerdings keine Waschbecken wie bei uns im Salon. Daher musste ich ihr mit kaltem Wasser auf der Damentoilette die Haare waschen. Das Witzige war, das Mädel war ohne Schuhe ungefähr 1,85m groß und mit Schuhen dann knappe zwei Meter. Ich durfte ihr also mit kaltem Wasser die Haare waschen, halb über sie gebeugt und die Arme musste da durch. Das war wirklich witzig.

Not macht ja bekanntlich erfinderisch! Du hast viele Menschen täglich vor Dir auf dem Stuhl sitzen. Wer sollte da bestenfalls niemals sitzen?

Ich bekomme in letzter Zeit super viele Anfragen von Bloggern und Influenzern, die in den Sozialen Netzwerken eine Viertelmillion Follower oder mehr haben. Die fragen mich dann nach Kooperationen. Schön und gut, wenn mich diese Follower auch wirklich erreichen.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemDoch in der Regel sind die in der ganzen Welt verstreut.

Im Friseurhandwerk ist es ja nicht so, dass ich einen Online-Shop habe, sondern die Leute müssen zu mir kommen. Daher muss ich hier im Umkreis, regional Menschen ansprechen.

Da nützt es mir nichts, wenn ich eine Bloggerin hab, die Übersee ihre Follower hat. Es muss einfach auch einen regionalen Effekt haben.

Welche Dienstleistung machst Du denn am liebsten?

Also, auch wenn man es meinem Instagram-Profil nicht ansieht, schneide ich super, super gerne Kurzhaarschnitte bei Frauen. Ich liebe das einfach.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemAlso machst Du gerne große Veränderungen?

Ja, also große Veränderungen machen wir hier grundsätzlich jeden Tag, aber eher in farblicher Hinsicht. Wir sprechen aktuell überwiegend Kunden mit langen Haaren an. Das hat wiederum natürlich auch einen Grund. Die ganzen Mädels mit ihren super schönen Haaren fotografieren wir alle von hinten, da wir zum einen kein Make-Up anbieten und zum anderen viele Kunden sich einfach nicht zeigen möchten. Eine Kurzhaarfrisur lebt aber davon, wie sie das Gesicht umrahmt. Daher posten wir auch meistens Mädels mit langen Haaren. Diese wiederum fühlen sich dann natürlich von uns angesprochen.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemWer macht als Kunde mehr Spaß, mal Hand aufs Herz. Frauen oder Männer?

Puh, auch das ist extrem abhängig von der jeweiligen Kundschaft. Es gibt Menschen, die rauben Dir die Energie und es gibt Menschen die geben Dir Energie. Das hat dann weniger damit zu tun, ob das Männlein oder Weiblein ist. Im Endeffekt mache ich einfach gerne gute Arbeit – das natürlich sowohl im Männer-, als auch Frauenbereich.

Wenn Deine Persönlichkeit eine Frisur wäre, was wärst Du?

Also ich kann sehr autoritär sein. Dementsprechend würde ich schon ein schöner, kurzer Fasson sein, ein leicht militärisch angehauchter Kurzhaarschnitt. Genau so gern mag ich auch die Weichheit und Verspieltheit meiner Naturlocke, die ich hätte, wenn meine Haare länger wären.

Ich könnte Dich mitten in der Nacht aufwecken für…?

Ähm, ehrlich? [grinst und lacht]

Na, wenn Du schon so grinst… klar doch!

Bleiben wir jugendfrei. Du könntest mich mitten in der Nacht aufwecken mit einem gepackten Koffer und einem Flugticket auf die Malediven.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemWelcher berühmten Persönlichkeit würdest Du gerne mal die Haare machen?

Ich hab da überhaupt gar keine Wunschvorstellung, was den Kunden angeht. Ich möchte jede Kundin und jeden Kunden glücklich machen, egal ob berühmt oder nicht.

Apropos glücklich: Beziehungsstatus – Kunde! Wie lange sind studiolution und Du denn schon zusammen?

Seit Juni 2016.

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemSchließ mal für mich die Augen. Was siehst Du und was fühlst Du, wenn Du an studiolution denkst?

Als erstes sehe ich Service. Ich sehe Erleichterung meines Tagesablaufs, da das Telefon definitiv seltener klingelt. Außerdem sehe ich Online-Marketing, mein Facebook-Profil zum Beispiel, worüber die Kunden auch Termine machen können. Wäre cool wenn man Instagram in Zukunft auch verknüpfen könnte. Die Online-Medien haben einen extrem hohen Stellenwert für mich, ich würde sagen der größte Teil meiner Neukunden kommen über Facebook, Instagram und Co.

Thema Online-Terminbuchungen und Digitales Terminbuch: Habt ihr lange flirten müssen bevor aus euch was geworden ist?

Ich hing immer noch an meinem normalen Terminbuch, weil es vermeintlich einfacher war. Mein Gedanke war immer, man sei nicht mehr so frei mit dem digitalen Terminbuch wie mit dem Normalen, Handschriftlichen. Aber das stimmt ja gar nicht! Im Endeffekt ist es jetzt wesentlich einfacher. Meine Kunden können Sich auch nachts um drei einen Termin sichern, gleich alle freien Zeiten sehen und ich kann im Puls in Echtzeit sehen, was in meinem Salon los ist, wer neu ist, welcher Kunde online und zu welcher Uhrzeit gebucht hat. Das hat für mich alles nur Vorteile!

Friseur Patrick in seinem Salon pa.blo zeigt uns sein KassensystemVielen Dank für das interessante Interview! Wer mehr von Patrick erfahren will, besucht Ihn auf Instagram oder Facebook!

 

Interview-Reihe: Auf dem Stuhl mit… #3 Bennys Haircut

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein Kassensystem

„Auf dem Stuhl mit…“ – Die neue Serie auf dem studiolution-Blog! Wir freuen uns sehr den Bürostuhl mal einzutauschen. Stattdessen wandern wir auf den Stuhl bei einem studiolution-Kunden. Der darf mit Lockenstab, Schere oder Rasiermesser zeigen was er kann und wir plaudern nebenbei über Haare und die Welt. Dieses mal waren wir bei Benny Jahns von Benny’s Haircut. Zwei Mädels besuchen einen Barbershop? Ohje…

Benny, dass wir es hier reingeschafft haben ist eine Seltenheit, oder? Bewegen wir als Mädels uns hier auf gefährlichem Boden?

Nein, überhaupt nicht. Ich sage zwar, dass ich nur Herren schneide, aber die Mädels, die zu uns kommen wissen auch, dass sie hier kein Prosecco erwartet. Die meisten unserer Damen haben sowieso kurze Haare. [zwinkert]

Dann können wir ja durchatmen. [zwinkert zurück] Wie kam es denn dazu, dass Du Barbier geworden bist und nicht – Feuerwehrmann?

Es gab damals zwei Berufe, die für mich in Frage gekommen wären. Zum einen Schreiner und zum anderen Friseur. Ich habe dann bei beiden jeweils Praktika gemacht. Im Friseur-Laden hatte ich eine recht [überlegt] – attraktive Meisterin und da war die Entscheidung dann getroffen. [zwinkert wieder] Wobei Holz immer noch ein großes Thema für mich ist und ich mich damit in meiner Freizeit noch immer gerne beschäftige.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemDann hast Du ja beide Interessen umgesetzt, cool! Ich sehe, Du hast auf Deinem Arm einen Schriftzug tattowiert: „Booder aus Leidenschaft“, was hat es damit auf sich?

Booder ist der fränkische Begriff für den Friseur. Mein Opa hat früher immer gesagt: „Wann kommst’n zum boodern, Bo?“ [fränkelt und grinst]

Tattoos gehören ja auch zum Rockabilly-Style, den Du und Dein Salon verkörpern. Wie kam es denn dazu, dass Du dich für die 50er Jahre begeisterst?

Auch hier hatte ich wieder zwei Möglichkeiten zur Wahl: Ich hatte ein Angebot für eine Stelle als Berufsschullehrer oder für einen eigenen Laden. Ich habe mich dann für den Laden entschieden. Ich wollte mich verändern und irgendwas machen, wo ich sage: Das ist meins! Und das war dann tatsächlich auch der Laden hier.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemIch wollte in den Laden reingehen und sagen: Das ist mein Wohnzimmer! Da hängen Bilder von meiner Familie, von den Großeltern, von den Kindern, von meiner Frau und – vom Club! [A.d.R.: Benny meint den Fußballverein 1.FC Nürnberg]

Und die Rockabilly-Musik gefällt mir einfach auch. Ich war früher viel auf Festivals. Diesen Stil gibt es hier nicht, das macht keiner sonst und da dachte ich – Haare schneiden und Rockabilly-Musik: Zwei Dinge die mich begeistern, warum nicht zusammenpacken?

Dann ist es für dich hier so, als würdest Du nach Hause kommen?

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemDer Salon hier, das ist Wohlfühlen. Der ist mein Wohnzimmer. Ich bin sehr gerne auch mal abends länger hier. Und so sehen das auch meine Kunden. Die kommen, fühlen sich bei mir wohl und bleiben dann auch oft noch nach dem Haarschnitt hier. An der Bar gibt’s was zu trinken und die Kunden bleiben und quatschen über Beziehungen oder den Club. Manche Kunden kennen sich auch untereinander durch meinen Shop, die haben alle vier Wochen samstags Ihren Termin und das sind meistens auch die gleichen – und die treffen sich dann hier zum quatschen. Und obenauf gibt’s noch ’ne Frisur und ’nen getrimmten Bart. Auch meine Kunden kommen hier nach Hause. Das wollte ich immer so und ich bin froh, dass es auch so ist.

So soll das sein! Was sind die ersten Dinge, die Du tust wenn Du in den Salon kommst?

Ich mach den PC an, die Kaffeemaschine an und wasch mir die Hände, denn ich fahr jeden Morgen mit dem Fahrrad hier her.

Was hat es denn mit dem Projekt adidas-the-van auf sich?

Wir fahren mit einem Van zu Adidas nach Herzogenaurach und dort bekommen die Mitarbeiter von Adidas dann die Haare geschnitten. Ich kannte noch jemanden von früher und mit dem hab ich mich dann kurzgeschlossen, wie das Ganze aussehen könnte. Wir waren uns dann auch schnell einig, das Projekt so aufzuziehen. Das ist quasi ein mobiler Friseur-Van. Durch adidas-the-van bin ich auch zu euch gekommen! [grinst] Wir hatten eigentlich eine andere Firma im Auge, aber während der Recherche sind wir dann auf euch gestoßen.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein Kassensystem

Du triffst täglich viele unterschiedliche Menschen. Gibt es ein witziges Kundenerlebnis, das du nie vergessen wirst?

Ich hab einen sehr speziellen Humor. Ich bin ja großer Club-Fan und es kam mal ein Kunde mit einem Bayern-Trikot rein… [grinst und schüttelt den Kopf]

Ohjeeeeee. Hat er es überlebt?

Ich bin ja tolerant. [zwinkert]

Was ist denn am Frisieren der 50er Jahre anders, als bei normalen Frisuren?

Man muss vermutlich noch sauberer arbeiten. Das Haar ist bei Rockabilly-Frisuren ja sehr kurz. Der Anlauf, also der Übergang am Oberkopf von ganz kurz zu länger muss sehr genau und fließend sein. Das ist auch das, was mir so Spaß daran macht. Wenn ich sage, ich schneide einen 1mm-Nacken, dann wird das bei mir auch so. Diese Detailarbeit ist toll.

Wenn man sich in den Städten umschaut, dann fällt auf, dass gerade Barber-Shops aus dem Boden sprießen, oder?

Ja, grundsätzlich ist da schon ein Wandel zu beobachten. Den Barber-Trend so bekannt gemacht hat ein holländischer Friseur, der Schorem-Barbershop in Rotterdam. Die haben einen ziemlich guten Background, sind eine große Firma und konnten viel Gas geben. Die haben das Ganze nach vorne getrieben.

In Deutschland hast Du da mal diese Spaltung gehabt, in Herren- und Damensalons. Irgendwann wurden die dann vereint und der Herrensalon ist ausgestorben. Das fand ich sehr schade, denn auch in dem Salon, in dem ich vorher war, wurden die Jungs immer so abgefertigt. Die Kerle wollten allerdings auch mal verwöhnt werden oder ein Produkt kaufen. Die haben aber auch nichts dagegen, mal ein Bier zu bekommen. Dann gab es noch einen anderen Friseur und zwar aus Texas: Rob’s Chop Shop. Den fand ich immer ziemlich cool und der war auch ein Vorbild für mich.

Ich finde super, dass es diese Shops gibt. Wir Friseure sind nicht alle gleich und nicht jeder kann mit jedem. Ich finde gut, dass es so viele Shops gibt, da kann der Kunde sich dann den aussuchen, der am besten zu ihm passt.

Gibt es einen Unterschied zwischen einem Barber und einem Herren-Friseur, bzw. was macht einen richtig guten Barber aus?

Ich finde das irgendwie blöd. Mein Name ist ja Benny’s Haircut und wenn ich wirklich sage, ich trenne mich zu 100% von der weiblichen Kundschaft, würde ich mich als Herren-Friseur betiteln und nicht als Barber oder Barbier. Mir gefällt der Begriff einfach besser als Barber-Shop. [macht mit den Fingern Anführungszeichen in die Luft] Der Unterschied ist erst mal die Handwerkskunst an sich, Schneiden und Rasieren.

Ich vergleiche Bartschneiden zum Beispiel damit, als würde man einen Bonsai schneiden. Darüber hinaus ist natürlich auch das Drum Herum, die Show wichtig. Da ist aber auch wichtig, dass jeder Barbier seinen eigenen Style hat. Viele kopieren einfach die Holländer. Ich mag es, wenn man seine eigene Nische findet.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemWas hat es denn mit den ganzen Tiegeln und Töpfen auf sich?

Dort im Regal? Das ist im Endeffekt alles Pomade, aber jeder Kunde ist ja anders und es ist mal das eine und mal das andere Produkt besser geeignet.

Kann man das auch für den Bart benutzen?

Die Pomade ist in erster Linie für die Haare. Für den Bart hab ich aber natürlich auch was. Da hinten zum Beispiel ist ein Schrein, da sind an die 140 Pomaden drin, die ich sammle. Das ist meine Leidenschaft. Ich hab unter anderem auch eine Pomade, die riecht nach Bacon. Die pack ich aus, wenn einer mal was Besonderes ausporbieren will. [zwinkert]

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemDu hast auch Deine eigenen Produkte, oder?

Ja genau, B’s Grease. Die hab ich selbst entworfen. Die Produkte werden in Deutschland abgefüllt und riechen leicht nach Vanille. Das Ganze läuft sogar weltweit. Wir verkaufen viel über unseren Online-Shop, im Laden natürlich und unter anderem auch in den USA.

Vermisst Du denn weibliche Kunden im Salon?

Nein!

Warum?! [schmollt]

Oh, das war jetzt gemein, oder? Es ist einfach einfacher meine Interessen mit Männern zu besprechen. Wir reden viel über Fußball, über Sport generell. Triathlon zum Beispiel, darauf hab ich auch mal trainiert. Oder auch einfach über gar nichts. Zum Beispiel der hier, der sitzt einfach da und sagt nichts! [zeigt auf einen wartenden Kunden. Kunde ruft: HEY!]

[Benny grinst und hebt die Hände zur Abwehr] Okaaaay, wir quatschen schon auch. Aber halt über andere Dinge.

Okay, das kann ich akzeptieren. Mal was anderes: Wenn Du eine Frisur wärest, welche wärest Du?

Dann wäre ich ein Flat-Top, wie von B.A. vom A-Team

Wofür könnte man Dich nachts wecken?

Och, eigentlich für alles. Ich bin nachts gern wach.

Stell Dir vor, der Weihnachtsmann mit seinem langen Bart kommt in den Laden, und wünscht sich eine Komplett-Rasur. Was würdest Du tun?

Dem Weihnachtsmann würde ich wahrscheinlich eine schöne Tolle machen. Und der Bart bleibt natürlich. Jetzt mal ganz ehrlich, wenn der Weihnachtsmann in meinen Laden kommt, dann setz ich mich zu ihm auf den Schoß und wünsch mir was! [lacht]

Mal abgesehen vom Weihnachtsmann: welcher berühmten Persönlichkeit würdest Du gerne mal die Haare schneiden?

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemDem Andi Köpke, ehemaliger Fußballer und Torwarttrainer der Nationalmannschaft, würde ich gern mal die Haare schneiden! An sich hab ich aber schon vielen Musikern die Haare geschnitten, das ist letztendlich auch nichts anderes, als normalen Leuten die Haare zu machen. Johnny Legend hat sich leider nie überzeugen lassen. [grinst]

Wann und worüber hast Du denn das letzte Mal so richtig laut gelacht?

Ohje, ich lach nicht so viel. [zwinkert] Vielleicht über einen Flachwitz?

Beziehungsstatus: studiolution-Kunde. Wie lange denn schon?

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein Kassensystem

„Digital trifft retro“ – So sieht die Kasse bei Benny im Salon aus

Ungefähr ein Jahr jetzt.Wenn Du an studiolution denkst, was fühlst Du?

Ich fühle große Erleichterung und Entlastung.

Thema Online-Terminbuchungen. Warum magst Du die, bzw. hast Du dich länger mit ihnen anfreunden müssen?

Ich war grundsätzlich komplett gegen ein Digitales Kassensystem. Dann habt ihr mich überzeugt, es einfach mal zu testen und was soll ich sagen: Danach war ich restlos begeistert. Und auch das Online-Thema: Das ist etwas, was mich einfach entlastet. Ich verweise die Kunden aktiv darauf, online zu buchen. Gerade das Update, dass ein Kunde nur einen Termin in die Zukunft buchen kann finde ich super!

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemWarst Du auch grundsätzlich gegen studiolution? Was hat deine Meinung geändert?

Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie das zum Beispiel funktioniert, wenn ich einen Kunden mal einschiebe. Aber das war unbegründet, denn man kann ja auch mal zwei Kunden parallel eintragen.

Und konntest Du dich direkt mit dem digitalen Terminbuch anfreunden?

Klar, man musste sich erst umgewöhnen, aber es hat absolut nicht lange gedauert und man findet sich schnell in studiolution zurecht. Ich hab sofort verstanden wie es funktioniert, da es einfach, selbsterklärend und intuitiv ist. Wenn ich doch mal eine Frage haben sollte, dann schreib ich eine E-Mail oder rufe an und bekomme in der Regel immer schnell eine Antwort.

Im Salon bei Friseur Benny Jahns und wir quatschen über sein KassensystemVielen Dank Benny, dass wir mit Dir quatschen konnten. Wer mehr über Benny erfahren möchte, kann auf seiner Facebook Seite vorbei schauen oder sich direkt über studiobookr einen Termin bei ihm sichern!

Interview: 10 Fragen an studiolution

Vielen lieben Dank an @nürnberg-und-so.de für das Interview und @nürnberg-startups.de für das Feature. Wir sind wirklich überwältigt von der lokalen Unterstützung. Ihr seid klasse! THANK YOU!

„Unsere Kunden lieben, was wir tun und das Feedback ist umwerfend. Das motiviert…“ Ralf Ahamer, studiolution.com“

 

Erfolgreich im Salon: Teil 1 – Die Terminstunde

Über die letzten Jahre haben wir viel Erfahrung im Benchmarking von Friseuren gesammelt. Der Umsatz pro Terminstunde ist dabei sehr aussagekräftig: Was bekommen Sie aus einer Stunde „Leistung am Kunden“ an Umsatz heraus? Wenn Sie natürlich nur wenige Terminstunden am Tag haben, liegen Ihre Herausforderungen woanders… Das klären wir aber in einem der nächsten Teile.

Natürlich darf die Grafik gerne weiter verwendet werden.

2017-06 Friseur Software_Erfolgreich im Salon_Teil 1_studiolution.com